05/04/2023
Österreichs „immerwährende Neutralität“ – ein Anachronismus?
Seit Beginn des Ukraine-Krieges überdenken europäische Staaten ihre Sicherheits- und Neutralitätspolitik. Auch in Österreich sorgt das Thema Neutralität für Debatten. Während für viele Österreichs Neutralität nicht verhandelbar ist, sehen andere darin ein veraltetes Konzept und einen Vorwand dafür, sich in Sicherheitsfragen auf die NATO-Nachbarn zu verlassen.
Was aber bedeutet „immerwährende Neutralität“ für Österreich konkret und was nicht? Unterscheidet sich Österreichs Neutralität von jener anderer „neutraler“ Staaten wie etwa der Schweiz? Inwiefern wirkt sich der Neutralitätsstatus politisch, militärisch und wirtschaftlich aus? Darf und soll Österreich im Fall kriegerischer Auseinandersetzungen zwischen anderen Ländern Position beziehen? Unter welchen Bedingungen ist ein Friedenseinsatz militärischer Truppen aus Österreich gerechtfertigt? Was spricht für ein Festhalten an der Neutralität, was brächte ein Aufgeben - etwa durch den Beitritt zu einem militärischen Bündnis wie der NATO - mit sich? Und: Wurde Österreichs Neutralität nicht bereits durch den EU-Beitritt zumindest teilweise ausgehöhlt?
Diese und zahlreiche weitere Fragen diskutieren unter Einbeziehung des Publikums der Europa- und Völkerrechtsexperte Univ.-Prof. Dr. Walter Obwexer, der Sozial- und Kulturphilosoph Univ.-Prof. Dr. Andreas Oberprantacher und der ehemalige Tiroler Militärkommandant Generalmajor i.R. Herbert Bauer. Videobotschaft: 1. Vizepräsident des EU-Parlaments, Dr. Othmar Karas.
Mittwoch, 19. April 2023, 19:30 Uhr - SZentrum Schwaz, Knappensaal
Eintritt: freiwillige Spenden