Bonner Matheclub

Bonner Matheclub Hier treffen sich Schüler*innen mit Studierenden, Lehrer*innen und Mathematiker*innen. Die Teilnahme am Matheclub ist kostenlos.

Im Bonner Matheclub treffen sich Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 10 und der Stufen 11 bis 13 zusammen mit Studentinnen und Studenten, aber auch fertigen Mathematikern, um gemeinsam "Mathe zu machen". Während die einen spielerisch versuchen Probleme zu lösen, beschäftigen sich die anderen mit Wettbewerbsaufgaben, wie sie etwa bei der Mathematik-Olympiade gestellt werden. Er teilt sich au

f in zwei Altersgruppen. Der Club der Klassen 7 bis 10 trifft sich jeden zweiten Samstag. Die Stufen 11 bis 13 sehen sich an jedem Mittwoch. Die Treffen finden im Mathematik-Zentrum der Universität Bonn in Poppelsdorf statt.

Heute haben wir die Frühlingsrunde der FEMO (Fizmat Elementary Math Olympiad) ausgerichtet. Es haben 53 Kinder in Präsen...
15/03/2026

Heute haben wir die Frühlingsrunde der FEMO (Fizmat Elementary Math Olympiad) ausgerichtet. Es haben 53 Kinder in Präsenz und weitere 23 online der Klassen 1-6 teilgenommen. Nun sind wir gespannt auf die Ergebnisse! 😀Vielen Dank an alle Studierenden und Eltern sowie die Verantwortlichen in Kasachstan, die zum tollen Gelingen der heutigen Olympiade beigetragen haben. 🥰👍

Wir vom Bonner Matheclub haben das gesamte Nachmittagsprogramm der 13. Bonner Mathenacht gestemmt. Und viele unserer Sch...
15/03/2026

Wir vom Bonner Matheclub haben das gesamte Nachmittagsprogramm der 13. Bonner Mathenacht gestemmt. Und viele unserer Schüler*innen haben auch an der Aktion der Fachschaft und am Abendprogramm teilgenommen. Ein tolles Fest am Pi-Day! 🤩

Mit Corinna Burghardt beenden wir nun erst einmal die Vorstellung unserer Tutor*innen, werden diese aber in ein paar Mon...
11/03/2026

Mit Corinna Burghardt beenden wir nun erst einmal die Vorstellung unserer Tutor*innen, werden diese aber in ein paar Monaten fortsetzen. Corinna ist vor einiger Zeit mit Ihrer Familie (ihr Mann Tasho Kaletha ist Professor im Mathematischen Institut) aus den USA zurück nach Bonn gekehrt und hilft nun tatkräftig mit.

Dein Alter?
43

Dein Lebenslauf in kurzen Stichworten?
Ich bin in Köln aufgewachsen und habe auch dort Physik studiert. Danach bin ich mit meinem Mann in die USA gezogen, und jetzt sind wir nach über 15 Jahren wieder ins Rheinland zurückgekommen.

Warum machst du beim Bonner Matheclub mit? Was macht dir dort besonders Spaß?
Ich habe schon immer gerne Kindern Mathe beigebracht. Das erste Mal habe ich Nachhilfe gegeben, als ich in der 7. Klasse war. Vor ein paar Jahren habe ich mit einer anderen Mutter an der Schule meines Sohnes einen Matheclub gegründet, über den wir auch den Känguru-Wettbewerb angeboten haben. Jetzt freue ich mich jedes Mal, wieder den Spaß mitzuerleben, den Kinder beim Lösen von interessanten und kniffligen Aufgaben haben.

Was sollen deiner Meinung nach Kinder und Jugendliche im Bonner Matheclub lernen?
Zu erfolgreicher Mathematik gehört eine gute Portion Kreativität und Intuition. Im Matheclub lernen die Kinder, wie viel Mathe man mit zum Teil recht einfachen Techniken machen kann, und dass man manchmal einfach mehrere Ansätze ausprobieren muss. Nach und nach kommt mit der Menge der bearbeiteten Fragen auch die Intuition dazu. Ich sehe auch bei einigen TeilnehmerInnen schon eine Vorliebe für elegante Lösungen.

War Mathematik in der Schule dein Lieblingsfach?
Ja, zusammen mit Englisch und Erdkunde.

Hast du an mathematischen Wettbewerben teilgenommen? Wenn ja, mit welchen Erfolgen? Was hat dir die Teilnahme gebracht?
Ich habe an Physikwettbewerben teilgenommen. Bei „Jugend Forscht“ war ich im Zweier-Team, dass Baden-Württemberg beim Bundeswettbewerb vertreten hat. Ich war auch Teil des deutschen 5er-Teams bei Quanta 2000 in Indien, und beim IYPT in Ungarn. Es waren jedes Mal besondere Erfahrungen. Man lernt, dass Wissenschaft selten im Alleingang gemacht wird, sondern viel auf Teamwork beruht und dass man bei Wettbewerben zwar gegeneinander antritt, im Endeffekt aber Gespräche, Projekte anderer Teams und neue Ideen in Erinnerung bleiben und nicht die Wettbewerbsrivalität.

Hast du dich schon in der Schule für Uni-Mathematik interessiert?
Eigentlich für Uni-Physik, und dazu brauchte ich etwas Uni-Mathe. Ich habe 2000 am Pilotprojekt "Schüler an der Universität" der Uni Köln teilgenommen und dadurch schon ein paar Vorlesungen während der 13. Klasse besucht. Das Angebot war damals sehr neu in Deutschland und beschränkte sich auf Mathe und Physik. Ich bin sehr froh zu sehen, wie weit die Idee mittlerweile überall ausgebaut wurde.

Was genau gefällt dir an der Mathematik?
Es ist eine universelle Sprache, die Menschen in der ganzen Welt verbindet. Internationale Wettbewerbe tragen auch dazu bei, dass TeilnehmerInnen erleben, wie viele Gemeinsamkeiten man mit Menschen aus verschiedenen Ländern hat, und dass politische Grenzen weniger bedeutsam sein können als Unterschiede im Spezialgebiet der Forschung.

Was ist dein Lieblingsgebiet innerhalb der Mathematik?/Welches mathematische Teilgebiet liegt dir eher nicht so?
Diese zwei Fragen überspringe ich mal, weil ich nicht so detailliert in der Mathematik drin bin.

Was ist dein Lieblingsmathebuch? Und welches Buch kannst du Schüler*innen empfehlen?
Ich habe immer gerne Biographien von WissenschaftlerInnen gelesen. Der wissenschaftliche Prozess braucht manchmal Jahre und viele Nebenwege, bevor Durchhaltevermögen, tiefes Interesse und Kollaborationen zum Erfolg führen. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir "Surely You're Joking, Mr. Feynman!".

Was machst du in deiner Freizeit gerne, wenn du nicht gerade Mathe machst?
Ich verbringe die meiste Zeit mit meiner Familie, Hund inklusive. Momentan bin ich viel mit Hundetraining beschäftigt, und Knut ist auch schon in Matheclub-Aufgaben aufgetaucht.

Wir kommen allmählich zum Ende der gerade laufenden Vorstellungsrunde der Tutor*innen. Heute ist Charlene am Start, die ...
10/03/2026

Wir kommen allmählich zum Ende der gerade laufenden Vorstellungsrunde der Tutor*innen. Heute ist Charlene am Start, die auch schon als Schülerin dabei war. 😊

Dein Alter?
Ich bin 20 Jahre alt.

Dein Lebenslauf in kurzen Stichworten?
Ich habe 2024 mein Abitur in Hessen gemacht. Dann bin ich nach Köln gezogen und studiere seitdem Wirtschaftsmathematik im Bachelor an der Universität zu Köln.

Warum machst du beim Bonner Matheclub mit? Was macht dir dort besonders Spaß?
Ich finde es sehr schön zu sehen, wie viel Freude auch junge Schüler:innen bereits an Mathematik haben. Außerdem fasziniert es mich, wie viel sie bereits verstehen.

Was sollen deiner Meinung nach Kinder und Jugendliche im Bonner Matheclub lernen?
In erster Linie sollten sie erleben, wie viel Spaß Mathematik machen kann. Zudem finde ich es schön, wenn sie schon früh tiefere Einblicke bekommen, was Mathematik alles kann.

War Mathematik in der Schule dein Lieblingsfach?
Ja! Jeder, der mich von klein auf kennt, war über meine Studiumswahl nicht überrascht.

Hast du an mathematischen Wettbewerben teilgenommen? Wenn ja, mit welchen Erfolgen? Was hat dir die Teilnahme gebracht?
Nein, nicht wirklich. Rückblickend hätte ich aber bestimmt Spaß dran gefunden!

Hast du dich schon in der Schule für Uni-Mathematik interessiert?
Durch Rhombus hatte ich dankenswerterweise die Gelegenheit schon mal in die Uni Mathematik einzublicken. Abgesehen davon noch nicht wirklich intensiv.

Was genau gefällt dir an der Mathematik?
Dass man so viele Probleme mit Mathematik lösen kann. Allgemein finde ich es sehr spannend, Gelerntes im Leben wiederzufinden. Daher mag ich es, mathematische Konzepte auf den Alltag zu beziehen.

Was ist dein Lieblingsgebiet innerhalb der Mathematik?
In ein oder zwei Jahren kann ich die Frage sicherlich besser beantworten. Aktuell finde ich Analysis interessiert, aber ich bin auch auf weitere Gebiete gespannt.

Was machst du in deiner Freizeit gerne, wenn du nicht gerade Mathe machst?
Ich mache gerne Sport, insbesondere gehe ich gerne laufen. Außerdem interessiere ich mich sehr für Fußball und bin ein großer Fan des 1.FC Köln.

Lucas Cecchino ist Masterstudent in Bonn und erst seit kurzem beim Bonner Matheclub als Tutor dabei. Ein Grund ihn näher...
09/03/2026

Lucas Cecchino ist Masterstudent in Bonn und erst seit kurzem beim Bonner Matheclub als Tutor dabei. Ein Grund ihn näher kennenzulernen! 😃

Dein Alter?
Ich bin 26 Jahre alt.

Dein Lebenslauf in kurzen Stichworten?
Ich bin im Taunus in der Nähe von Frankfurt aufgewachsen und für den Mathe Bachelor nach Bonn gekommen. Während meines Bachelors war ich zweimal für ein Semester im Ausland und letztes Jahr habe ich dann hier mit dem Master angefangen.

Warum machst du beim Bonner Matheclub mit? Was macht dir dort besonders Spaß?
Ich hatte in meiner Schulzeit immer viel Spaß an Mathematik. Leider gab es bei mir keine Möglichkeiten wie den Matheclub. Ich möchte dazu beitragen, dass Kinder, die Spaß an Mathematik haben, darin gefördert werden, damit niemand die Freude daran wegen der Themen der Schulmathematik verliert. Es macht mir viel Spaß zu sehen, wie viel Freude die Kinder an der Mathematik haben.

Was sollen deiner Meinung nach Kinder und Jugendliche im Bonner Matheclub lernen?
Der Matheclub bietet die einzigartige Möglichkeit, in ganz viele verschiedene Teilbereiche der Mathematik reinzuschnuppern – jede Woche in einen anderen. So kann man ein Gefühl dafür bekommen, wie viel mehr hinter Mathematik steckt als der kleine Teil, den man in der Schule lernt.

War Mathematik in der Schule dein Lieblingsfach?
Nicht immer. Ich hatte auch viel Spaß an Chemie und Spanisch. Aber gerade zum Ende meiner Schulzeit habe ich am liebsten Mathe gemacht.

Hast du an mathematischen Wettbewerben teilgenommen? Wenn ja, mit welchen Erfolgen? Was hat dir die Teilnahme gebracht?
Am Anfang der Sekundarstufe habe ich bei ein paar Mathewettbewerben mitgemacht, allerdings mit durchwachsenen Erfolgen. Ich habe daran vor allem die Gesellschaft von anderen Leuten genossen, die Spaß an Mathe hatten.

Hast du dich schon in der Schule für Uni-Mathematik interessiert?
Zum Ende meiner Schulzeit habe ich mal ein Buch über nicht-euklidische Geometrie gelesen. Das war nicht wirklich Uni-Mathe, aber es hat mir zum ersten Mal einen Einblick gegeben, wie anders Mathematik sein kann, als das, was ich bis dahin kannte.

Was genau gefällt dir an der Mathematik?
Ich finde es faszinierend, wie einfache Probleme oft den Anstoß für eine sehr abstrakte Theorie geben, aus denen die ursprünglichen Fragen dann als einfache Fälle folgen. Es ist oft mehr der Weg zu einer Lösung, der einen interessiert, als die eigentliche Lösung des Problems. Das finde ich sehr spannend.

Was ist dein Lieblingsgebiet innerhalb der Mathematik?
Ich mag besonders die algebraische Zahlentheorie. Dabei geht es oft um sehr grundlegende Fragen über Eigenschaften und Beziehungen von (Prim)Zahlen. Aber die Methoden der Zahlentheorie sind oft sehr abstrakt und liefern einem meistens sehr viel weitreichendere Möglichkeiten.

Welches mathematische Teilgebiet liegt dir eher nicht so?
Da gibt es tatsächlich ein paar. Ich programmiere zum Beispiel total ungerne. Deswegen mag ich diskrete Mathematik und Numerik nicht.

Was ist dein Lieblingsmathebuch? Und welches Buch kannst du Schüler*innen empfehlen?
Es gibt viele tolle Mathebücher. Mir hat „Primes of the form x2+ny2“ sehr gut gefallen. Es wird diese sehr einfache Frage gestellt: Welche Primzahlen lassen sich in dieser Form schreiben? Aber um die Frage zu beantworten wird erstmal Klassenkörpertheorie eingeführt. Dabei ist das Buch gut verständlich für Leute mit verschiedenen mathematischen Wissensständen. Für Schüler*innen würde ich „Fermats letzter Satz“ empfehlen, in dem die Geschichte vom großen Satz von Fermat und dessen Beweis chronologisch erzählt wird.

Was machst du in deiner Freizeit gerne, wenn du nicht gerade Mathe machst?
Ich bin sehr gerne im Theater und in der Oper, ich mache auch selber Musik. Außerdem mache ich gerne Sport: Ich spiele Badminton und gehe klettern.

Im Interview heute: Selina Haciyüzbasioglu, ganz häufig beim Matheclub in Präsenz dabei und auch im Schulteam des HCM. 🙏...
08/03/2026

Im Interview heute: Selina Haciyüzbasioglu, ganz häufig beim Matheclub in Präsenz dabei und auch im Schulteam des HCM. 🙏

Dein Alter?
20

Dein Lebenslauf in kurzen Stichworten?
Ich habe 2023 mein Abitur in Neuss bei Düsseldorf gemacht. Im gleichen Jahr habe ich angefangen in Bonn Mathe und Philosophie auf Lehramt zu studieren.

Warum machst du beim Bonner Matheclub mit? Was macht dir dort besonders Spaß?
Im Matheclub erlebe ich echte Neugier, die im Schulunterricht oft zu kurz kommt. Es geht um das Entdecken von Mustern, Zusammenhängen, um Staunen, Diskutieren und Knobeln. Ich schätze die Atmosphäre sehr. Es wird konzentriert und auf anspruchsvollem Niveau gearbeitet, aber alles ohne Druck. Stattdessen steht echtes Interesse im Vordergrund. Besonders schön finde ich, dass der Matheclub ein Raum ist, der verbindet. In der Schule gibt es häufig nur wenige in einer Klassenstufe, die sich so sehr für Mathe begeistern können. Der Matheclub ist ein Treffpunkt für alle, die diese Leidenschaft teilen.

Was sollen deiner Meinung nach Kinder und Jugendliche im Bonner Matheclub lernen?
Kinder und Jugendliche können in die Rolle von Forschenden schlüpfen, eigene Ideen sammeln, ausprobieren, verwerfen und weiterentwickeln. Sie sollen erleben, dass Mathe faszinierend und kreativ sein kann. Mir ist auch wichtig, dass sie sehen, wie inspirierend es sein kann, Ideen zu teilen, Fragen zu stellen und gemeinsam zu arbeiten. Mathe ist Teamwork!

War Mathematik in der Schule dein Lieblingsfach?
Lange war Mathe für mich eher frustrierend und langweilig. Ich denke, dass das Umfeld stark beeinflusst, wie man Mathematik erlebt. Ich selbst hatte damals niemanden, der wirklich Interesse an Mathe hatte, und das hat mein frühes Interesse sicher gebremst. Erst in der Oberstufe fing ich an, Mathe zu mögen und habe Leistungskurs gewählt. Ich hatte aber immer noch kein besonderes Interesse an Mathe. Mein Lieblingsfach war immer Philosophie. Wenn man mich gefragt hat was ich an der Philosophie besonders mag, dann habe ich gesagt: „Weil ich so gerne nach dem Warum frage“. Rückblickend finde ich es spannend, dass genau dieses „Warum?“ heute auch das ist, was mich an Mathe fasziniert: nicht das bloße Rechnen, sondern das Verstehen.

Hast du an mathematischen Wettbewerben teilgenommen? Wenn ja, mit welchen Erfolgen? Was hat dir die Teilnahme gebracht?
Ehrlich gesagt muss ich bei dieser Frage ein bisschen schmunzeln. Ich habe nie bei Mathe-Wettbewerben mitgemacht. Als ich begann, Mathe zu mögen, bewegte sich das immer noch im Rahmen des Schulunterrichts. Ich war noch ganz weit davon entfernt, über eine Teilnahme an Wettbewerben nachzudenken.
Das sehe ich aber gar nicht als Nachteil, im Gegenteil. Es zeigt vielleicht, dass es ganz unterschiedliche Wege gibt, zur Mathematik zu finden. Und dass Interesse auch später und langsam wachsen kann.

Hast du dich schon in der Schule für Uni-Mathematik interessiert?
Nein, überhaupt nicht. Ich hatte keine Vorstellung davon, was Uni-Mathematik ist. In der Abizeit wurde mir klar, dass ich Mathelehrerin werden möchte. Meine eigene Entwicklung hat mich dabei geprägt: Lange Zeit war Mathe mit Frust verbunden, erst langsam entwickelte sich mein Interesse. Das Studium hat mich dann total positiv überrascht. Ich habe entdeckt wie spannend es ist, tiefer in Zusammenhänge einzutauchen, die man in der Schule noch gar nicht kannte. Diese Erfahrungen inspirieren mich, als Tutorin in Matheclub und später als Lehrerin Freude an Mathe zu vermitteln. Dabei möchte ich im Unterricht immer auch die Fragen nach dem „Warum?“ aufgreifen und Zusammenhänge verständlich machen.

Was genau gefällt dir an der Mathematik?
Mich fasziniert, dass sie eine Strukturwissenschaft ist. Anstatt die physikalische Welt zu beobachten, erforscht man abstrakte und rein geistige Konzepte. Mathe ist außerdem viel kreativer als einige denken. Bis man eine Lösung findet, muss man oft lange rumprobieren und Dinge aus verschiedensten Blickwinkel betrachten.

Was ist dein Lieblingsgebiet innerhalb der Mathematik?
Ich mag Analysis, Geometrie und Mengenlehre sehr. In letzter Zeit habe ich mich in meiner Freizeit auch ein bisschen mit Topologie beschäftigt und finde das sehr spannend!

Welches mathematische Teilgebiet liegt dir eher nicht so?
Stochastik

Was ist dein Lieblingsmathebuch? Und welches Buch kannst du Schüler*innen empfehlen?
Mathebücher lese ich ehrlich gesagt gar keine, was ich eigentlich ändern möchte! Ich schaue gerne YouTube-Videos, z.B. von 3Blue1Brown. Den Kanal würde ich älteren Schüler*innen empfehlen, weil er komplexe Themen so großartig visualisiert.

Was machst du in deiner Freizeit gerne, wenn du nicht gerade Mathe machst?
In meiner Freizeit gehe ich sehr gerne in Cafés oder mache lange Spaziergänge. Außerdem singe ich und schreibe.

Lina Heider ist im Matheclub, seitdem sie 8 Jahre alt ist, obwohl es damals noch gar keinen Grundschul-Matheclub gab - s...
07/03/2026

Lina Heider ist im Matheclub, seitdem sie 8 Jahre alt ist, obwohl es damals noch gar keinen Grundschul-Matheclub gab - sie war da schon in der 10. Klasse. 😊 Mit 11 Jahren war sie die jüngste Abiturientin aller Zeiten in Deutschland und auch eine der jüngsten aller Zeiten weltweit. Nun ist Lina seit einen halben Jahr Tutorin und unterrichtet mit Stefan gemeinsam Grundschulkinder in Präsenz. Für diese Kinder ist sie Vorbild und Inspiration. ❤️

Dein Alter?
12

Dein Lebenslauf in kurzen Stichworten?
Ich bin in Bonn zur Schule gegangen und studiere jetzt in Bonn VWL. Ich werde mir aber sicherlich noch Kurse in anderen Fachgebieten anschauen.

Warum machst du beim Bonner Matheclub mit? Was macht dir dort besonders Spaß?
Ich war selbst als Schülerin im Matheclub. Die Fahrten fand ich immer am schönsten. Außerdem habe ich mit 8 Jahren angefangen, selbst Kurse am Kinder-College (an einem Programm für Hochbegabung) zu leiten. Als ich in der 10. Klasse war, wollte ich Lehrerin werden und habe am MILeNa-Programm der Uni Bonn und der Dr. Hans Riegel Stiftung teilgenommen – ein tolles Förderprogramm für angehende MINT-Lehrkräfte. Aktuell lerne ich viel über das Berufsfeld der Journalist*innen und finde diesen Bereich unglaublich spannend. Aber die große Freude an der Lehrtätigkeit ist geblieben. Diese kann ich beim Matheclub weiterhin etwas ausleben.

Was sollen deiner Meinung nach Kinder und Jugendliche im Bonner Matheclub lernen?
Dass Lernen Spaß macht! Und dass es andere Kinder gibt, die ähnlich ticken, ähnliche Interessen haben und Freude an denselben Themen haben. Das gemeinsame Erleben und Entdecken mit Tutor*innen, die selbst begeistert vom Thema sind. Und dass Mathematik sehr vielfältig und kreativ ist.

War Mathematik in der Schule dein Lieblingsfach?
Um Gottes Willen! Ich glaube, ich habe unter keinem anderen Fach so sehr gelitten wie unter Mathe, gerade in der Grundschule! Diese ellenlangen Aufgabenreihen mit denselben Aufgabentypen waren für mich eine Qual! Ich bekomme heute noch ein beklemmendes Gefühl, wenn ich rote und blaue Punkte sehe. In der Oberstufe hatte ich Mathe als Leistungsfach. Da war es eindeutig besser.

Hast du an mathematischen Wettbewerben teilgenommen? Wenn ja, mit welchen Erfolgen? Was hat dir die Teilnahme gebracht?
In der Grundschule habe ich einmal beim Känguru der Mathematik teilgenommen. Das hat mir ein sehr schönes T-Shirt eingebracht, das mir damals einige Nummern zu groß war.

Hast du dich schon in der Schule für Uni-Mathematik interessiert?
Ehrlich gesagt nie genug, als dass ich darin weitergekommen wäre. Ich hatte sehr viele verschiedene Interessensgebiete und immer wieder Phasen, in denen ich mich sehr intensiv mit einem Themengebiet beschäftigt habe. Diese reichten von klassischer Literatur über Geschichte und Philosophie bis hin zur Wirtschaft. Da blieb nicht viel Zeit für Mathe.

Was genau gefällt dir an der Mathematik?
„Viele Wege führen nach Rom.“ Mir gefällt, dass es immer mehrere Wege gibt, die aber alle zur selben Lösung führen. Man kann sich im Prinzip frei bewegen und kommt bestenfalls zum richtigen Ergebnis.

Was ist dein Lieblingsgebiet innerhalb der Mathematik?
Die Spieltheorie. Sicherlich weiß ich noch nicht sehr viel über Spieltheorie. Aber das, was ich bisher gelernt habe, finde ich faszinierend. Man kann praktisch keinen Tag leben, ohne mit Spieltheorie in Kontakt zu kommen. Es können Kleinigkeiten aus dem Alltag sein oder ganz große Entscheidungen, wie z.B. strategische Entscheidungen im Krieg.

Welches mathematische Teilgebiet liegt dir eher nicht so?
Es ist kein Teilgebiet, aber ich war nicht sehr gut darin, den Lösungsweg richtig aufzuschreiben. Unter jeder Klausur in der gesamten Oberstufe stand von meiner Lehrerin sinngemäß: „Ich sehe, dass du das kannst. Wenn du magst, dann arbeite gerne mehr an der Darstellung deines Lösungswegs.“ In der Abiturklausur habe ich alle Lösungswege sauber ausgeführt. Meine Lehrerin hat sich total gefreut und auch die Note war super!

Was ist dein Lieblingsmathebuch? Und welches Buch kannst du Schüler*innen empfehlen?
Ich habe einige Bücher mit mathematischen Rätseln komplett durchgearbeitet, wie z.B. von Heinrich Hemme oder Hans-Karl Eder. Aber wirklich ungeschlagen ist immer noch das allererste Buch, das ich je über Mathematik gelesen habe: „Der Zahlenteufel“. Ein absoluter Klassiker und kann schon in sehr jungen Jahren gelesen werden. Ich habe das Buch mit 6 gelesen und einige Jahre später noch einmal. Ich kann es auf jeden Fall empfehlen.

Weiter geht es mit der Vorstellung unserer Tutor*innen. Heute ist Jannik Hammerschmied dran, der erst seit einigen Monat...
06/03/2026

Weiter geht es mit der Vorstellung unserer Tutor*innen. Heute ist Jannik Hammerschmied dran, der erst seit einigen Monaten im Bonner Matheclub ist.

Dein Alter?
Ich bin 21.

Dein Lebenslauf in kurzen Stichworten?
Ich studiere Mathe an der Uni Bonn und bin aktuell im fünften Bachelorsemester.

Warum machst du beim Bonner Matheclub mit? Was macht dir dort besonders Spaß?
Mir gefällt am Matheclub besonders, dass dort viele mathematisch interessierte Schüler*innen zusammenkommen und Raum für Themen ist, die über den normalen Schulstoff hinausgehen.

Was sollen deiner Meinung nach Kinder und Jugendliche im Bonner Matheclub lernen?
Im Matheclub geht es für mich vor allem darum, neue mathematische Ideen und Konzepte kennenzulernen – zum Beispiel anhand besonders eleganter Beweise oder Ideen aus modernen Anwendungen der Mathematik.

War Mathematik in der Schule dein Lieblingsfach?
Mathe hat mir in der Oberstufe sehr gefallen. Informatik fand ich teilweise sogar noch spannender, weil wir dort deutlich über den üblichen Schulstoff hinausgehen konnten.

Hast du an mathematischen Wettbewerben teilgenommen? Wenn ja, mit welchen Erfolgen?
In Informatik war ich zweimal in der Endrunde des Bundeswettbewerbs Informatik, einmal als Preisträger, und wir haben einmal den Mannschaftswettbewerb Informatik gewonnen. In Mathe habe ich vor allem bei der Matheolympiade mitgemacht, bis zur Landesrunde.

Hast du dich schon in der Schule für Uni-Mathematik interessiert?
Zum Teil. Mein Interesse kam allerdings eher aus der algorithmischen Richtung; ich habe mich vor allem mit Algorithmik und mit Deep Learning beschäftigt.

Was genau gefällt dir an der Mathematik?
Mir gefällt besonders, dass Mathematik Werkzeuge bereitstellt, mit denen man sehr unterschiedliche Probleme präzise formulieren und lösen kann.

Was ist dein Lieblingsgebiet innerhalb der Mathematik?
Besonders spannend finde ich Stochastik und Diskrete, insbesondere mit Bezug zur Algorithmik.

Welches Mathebuch kannst du Schüler*innen empfehlen?
Wenn es um Wettbewerbsmathematik geht, ist das Buch "Problem-Solving Strategies" von Arthur Engel meine Empfehlung. Damit lassen sich viele klassische Techniken und Ideen erarbeiten und - mindestens genauso wichtig - an zahlreichen Problemstellungen üben. Zudem ist das Buch für Schüler*innen der mittleren und höheren Klassenstufen auch ohne viel Vorwissen gut zugänglich.

Jetzt ist der Bonner Matheclub mitten in der Stadt. ❤️
06/03/2026

Jetzt ist der Bonner Matheclub mitten in der Stadt. ❤️

Ihre Schwester Annika hat sich schon vorgestellt, nun ist Emily dran. Auch sie hat schon als Schülerin am Online-Mathecl...
05/03/2026

Ihre Schwester Annika hat sich schon vorgestellt, nun ist Emily dran. Auch sie hat schon als Schülerin am Online-Matheclub teilgenommen. Wenn man sieht, wie viele Tutor*innen mit 18 Jahren und jünger ehrenamtlich beim Matheclub mitmachen ❤️🙏, sollten sich eigentlich sämtliche negative Vorurteile gegenüber der GenZ in Luft auflösen. 🤷🏻‍♂️

Dein Alter?
Ich bin 18 Jahre alt.

Dein Lebenslauf in kurzen Stichworten?Ich habe 2025 mein Abitur in Zülpich gemacht und studiere jetzt im 1. Semester Physik in Heidelberg. Während meiner Schulzeit habe ich an vielen Wettbewerben im MINT-Bereich teilgenommen. Seit 2024 bin ich als Tutorin beim Bonner Matheclub aktiv.

Warum machst du beim Bonner Matheclub mit? Was macht dir dort besonders Spaß?
Mir macht es viel Spaß, den Denkprozess der Kinder bis zum Aha-Moment miterleben zu können!

Was sollen deiner Meinung nach Kinder und Jugendliche im Bonner Matheclub lernen?
Dass sich mathematisches Denken nicht nur durch „stupides“ Anwenden von Algorithmen auszeichnet, sondern auch Kreativität erfordert, und dass dieses mathematische Denken sehr viel Spaß machen kann.

War Mathematik in der Schule dein Lieblingsfach?
Nein, das war bei mir eher Physik, Mathematik stand auf Platz 2 😉

Hast du an mathematischen Wettbewerben teilgenommen? Wenn ja, mit welchen Erfolgen? Was hat dir die Teilnahme gebracht?
Ja, zum Beispiel am Bundeswettbewerb Mathematik, wo ich einen 2. Platz in der 2. Runde erreichte. Die Teilnahme an Wettbewerben hat mir gezeigt, wie viel Spaß das Knobeln an schwierigen Aufgaben macht und hat mich dadurch zum Studium bewegt.

Hast du dich schon in der Schule für Uni-Mathematik interessiert?
Für Uni-Mathematik eher weniger, aber durch ein Frühstudium habe ich mich mit Uni-Physik beschäftigt.

Was genau gefällt dir an der Mathematik?
Mich fasziniert, wie einfach sich die Natur mathematisch beschreiben lässt und dass man alle Fragen über die Natur mit Mathematik beantworten kann.

Was ist dein Lieblingsgebiet in der Mathematik?
Mich interessiert besonders die Schnittstelle zwischen Mathematik und Physik, zum Beispiel wie bei Kegelschnitten schöne Geometrie und physikalische Realität aufeinandertreffen.

Welches mathematische Teilgebiet liegt dir eher nicht so?
Topologie

Was machst du in deiner Freizeit gerne, wenn du nicht gerade Mathe machst?
Ich beobachte gerne mit Teleskopen, sowohl mit dem eigenen Teleskop als auch mit einem Remoteteleskop in Namibia. Außerdem nehme ich an einem Tanzkurs vom Hochschulsport teil.

Tatjana Tchumatchenko ist Professorin an der Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Es ist eine große Ehre für ...
04/03/2026

Tatjana Tchumatchenko ist Professorin an der Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Es ist eine große Ehre für uns, dass sie im Bonner Matheclub als Tutorin mitmacht. ❤️🙏 Ihr höchst beeindruckender Lebenslauf dürfte vielen Menschen Mut machen!

Dein Alter?
45

Dein Lebenslauf in kurzen Stichworten?
Ich habe mit 21 Jahren in Deutschland Abitur gemacht, nach einer Odysee durch Sonderschule und Realschule, weil ich mit 12 aus der Ukraine nach Deutschland kam. Habe in Darmstadt Physik studiert, in Göttingen promoviert und bin seit 2023 hier W3-Professorin an der medizinischen Fakultät und beschäftige mich mit neuronalen Netzwerken, von Molekülen bis hin zum Verhalten.

Warum machst du beim Bonner Matheclub mit? Was macht dir dort besonders Spaß?
Ich mache mit, weil mein großer Sohn ein Matheclub-Kind ist. Durch ihn bin überhaupt auf die Idee gekommen, selbst als Tutorin mitzumachen. Es waren ein paar Stunden ausgefallen, und es hat ihn so weit frustriert, dass er gefragt hat, ob ich es nicht auch machen könnte. Seitdem bin ich dabei. Mir macht es Spaß, die großen „Aha-Momente“ der Kinder mitzuerleben und eine Aufgabenstellung nicht nur inhaltlich, sondern auch pädagogisch durchzudenken.

Was sollen deiner Meinung nach Kinder und Jugendliche im Bonner Matheclub lernen?
Die Idee, dass Mathe viel mit Knobeln und Ausprobieren zu tun hat, und dass man scheinbar komplizierte Probleme durch Logik auseinandernehmen kann und Stück für Stück lösen kann. Es liegt mir auch am Herzen zu zeigen, dass auch die Art und Weise, wie Zellen im Körper funktionieren, sich gut mit Hilfe der Mathematik verstehen lässt.

War Mathematik in der Schule dein Lieblingsfach?
Ja absolut, neben Mathe habe ich Physik und Biologie gemocht. Also Mathematik und alle ihre Anwendungen😊

Hast du an mathematischen Wettbewerbenteilgenommen? Wenn ja, mit welchen Erfolgen? Was hat dir die Teilnahme gebracht?
Meine Schulkarriere war nicht so geradlinig, und selbst auf Nachfrage, ob ich mitmachen könnte, habe ich viele Male „Nein“ gehört. Deshalb finde ich es toll, dass unter den Matheclub-Kindern so viele sind, die an den Wettbewerben teilnehmen. Das Herzblut, was auf der Organisationsseite in diese Wettbewerbe einfließt, ist beeindruckend.

Hast du dich schon in der Schule für Uni-Mathematikinteressiert?
Nein, ich wusste zu dem Zeitpunkt nicht so viel darüber, was Uni-Mathe ausmacht. Aber als ich diese selbst erlebt habe, fand ich sie toll. Hin und wieder bereue ich es, dass ich das Doppelstudium Mathe - Physik nicht zu Ende gemacht habe und „nur“ Physik abgeschlossen habe. Mit Nebenjobs war das Studium nicht ganz so einfach, und ich dachte, dass ich mit Physik später besser einen Job finde, also habe ich mich dafür entschieden. Jetzt bin im Grenzgebiet zwischen Neuro und Modellierung ganz glücklich geworden und habe einige Mathematiker*innen in meiner Gruppe. Ich würde ich sagen, meine Gruppe macht jetzt spannende „angewandte“ Mathematik.

Was genau gefällt dir an der Mathematik?
Dass die Mathematik etwas Universelles ist, was sich nicht durch die Politik, Meinungen oder Beliebtheit ändern lässt. Ob eine Aussage „korrekt“ oder „falsch“ ist, lässt sich eindeutig beweisen, auch wenn es manchmal länger braucht. Den Wert einer mathematischen Aussage kann man unabhängig von der Herkunft der Sprecher*in bestimmen. Dadurch ergibt sich eine starke demokratische Komponente in der Mathematik, die die Grenzen der Zeit und der Geographie überwindet. Auch wenn man Mathe oder Physik in einem Land studiert, kann man diese Ausbildung in einem anderen Land nutzen. Das ist eine große Besonderheit des mathematischen Wissens. Wenn zum Beispiel die Umstände es notwendig machen, das Land zu wechseln, dann könnte ein Anwalt nicht einfach so in seinem Beruf weiterarbeiten, ein*e Mathematiker*in aber schon.

Was ist dein Lieblingsgebiet innerhalb der Mathematik?
Lineare Algebra, Analysis und dynamische Systeme

Welches mathematische Teilgebiet liegt dir eher nichtso?
Topologie und Zahlentheorie

Was ist dein Lieblingsmathebuch? Und welches Buch kannst du Schüler*innen empfehlen?
„Fermats letzter Satz“ hat mir als Sachbuch gut gefallen, als ich es vor einigen Jahren gelesen habe. Kollegen von mir haben das Buch „Mathematics in Biology“ geschrieben, das habe ich mir zum Lesen markiert. Ich fand auch die Biographien berühmter Physiker/ Mathematiker*innen wie Emmy Noether oder Lise Meitner spannend.

Was machst du in deiner Freizeit gerne, wenn du nicht gerade Mathe machst?
Ich male gerne und vor kurzem habe ich Moosbilder für mich entdeckt. Das Synapsen-Moosbild in meinem Büro ist kurz vor seiner Fertigstellung. Bei der Übergabe meiner Berufungsurkunde habe ich zum ersten Mal ein riesiges Moosbild mit Uni-Logo gesehen. Das fand ich total faszinierend und seitdem mache ich hin und wieder Moosbilder. Ansonsten fahre ich gerne Rad und male.

Calum Kessler war lange als Schüler im Bonner Matheclub und ist, seitdem er bei uns nichts Neues mehr lernen kann, schon...
03/03/2026

Calum Kessler war lange als Schüler im Bonner Matheclub und ist, seitdem er bei uns nichts Neues mehr lernen kann, schon seit einiger Zeit Tutor und gibt anderen sein Wissen ehrenamtlich weiter. ❤️🙏 Er geht immer noch zur Schule, beschäftigt sich aber parallel seit langer Zeit mit Uni-Mathematik und hat auch schon mehrfach bei unserer Schüler*innen-Forschungsgruppe mitgemacht, aus der ein wissenschaftlicher Artikel hervorgegangen ist. 💡Calum zählt sicherlich zu den 2-3 talentiertesten Schüler*innen, die in den letzten 10 Jahren beim Matheclub waren - neben dem mittlerweile fünffachen Bundessieger im Bundeswettbewerb Mathematik, Alexander Koblbauer. In einem Punkt müssen wir ihm dennoch widersprechen: Man kann auch beim Bonner Matheclub, insbesondere bei den Mathefahrten und Ausflügen, langjährige Freundschaften schließen, wie wir schon oft beobachtet haben. 😊 Mal sehen, wie es mit Calum weitergeht, es ist sehr viel möglich in der Zukunft. 👍 Hoffentlich bleibt uns Calum noch eine Weile als Tutor erhalten.

Dein Alter?
17 Jahre

Dein Lebenslauf in kurzen Stichworten?
Meine Kindheit habe ich in Göttingen gelebt, seit etwa vier Jahren lebe ich in Bonn. Ich gehe auf das CJD Königswinter, beschäftige mich aber auch seit einigen Jahren größtenteils im Selbststudium mit Unimathematik.

Warum machst du beim Bonner Matheclub mit? Was macht dir dort besonders Spaß?
Es macht sehr viel Spaß, die Freude, die ich selbst beim Entdecken neuer mathematischer Inhalte und Ideen erlebe, an andere weiterzugeben. Außerdem finde ich es sehr schön, dass der Bonner Matheclub eine Begabten- und Interessiertenförderung ist, die nicht an Wettbewerbe gebunden ist, da viele andere Förderprogramme an Wettbewerbe geknüpft und eher verschlossen sind. Im Gegensatz dazu kann beim Matheclub jede interessierte Person teilnehmen.

Was sollen deiner Meinung nach Kinder und Jugendliche im Bonner Matheclub lernen?
Der wichtigste Punkt ist meiner Meinung nach, dass Mathe nicht nur rechnen oder Schulmathematik ist, sondern sehr vielseitig und deutlich interessanter. Man kann in den Einheiten verschiedene Teilgebiete und ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede entdecken, und dabei allgemein logisches/mathematisches Denken lernen. Zusätzlich dazu bekommt man durch den Kontakt zu den Tutoren die Möglichkeit, bei Menschen aus verschiedenen mathematischen Fachgebieten und Hintergründen Fragen zu klären und Ressourcen zum anderweitigen Lernen an die Hand zu bekommen, wenn man tiefer in die behandelten Themen eintauchen will.

War Mathematik in der Schule dein Lieblingsfach?
Das kommt darauf an, wie diese Frage gemeint ist. Mathematik ist allgemein mein Lieblingsfach, aber hiermit meine ich keine Schulmathematik, sondern Unimathematik und Wettbewerbsmathematik. Das, was in der Schule gemacht wird, hat mir nie besonders viel Spaß gemacht, weil es mir entweder schon bekannt oder zu einfach war, und es in den meisten Fällen keine "richtige" Mathematik ist. Von den Schulfächern finde ich Physik und Geschichte deutlich interessanter.

Hast du an mathematischen Wettbewerben teilgenommen? Wenn ja, mit welchen Erfolgen? Was hat dir die Teilnahme gebracht?
Seit etwa zweieinhalb Jahren nehme ich an Wettbewerben teil, wobei ich mich in der Zeit auch relativ intensiv mit Wettbewerbsmathematik beschäftigt habe, und habe vor allem in der letzten Mathematik Olympiade in der Bundesrunde einen 2. Preis und im Finale des Bundeswettbewerbs Mathematik eine Anerkennung gewonnen. Außerdem habe ich im letzten Jahr an den Auswahlseminaren zur Internationalen Matheolympiade (AIMO) teilgenommen.
Das wichtigste an den Wettbewerben sind aber für mich nicht die Erfolge selbst, sondern die mathematischen Seminare zu denen man dadurch eingeladen wird, bei denen man interessante und herausfordernde mathematische Einheiten hört. Diese Seminare sind meistens auch mehrtägig, sodass man dabei die anderen Teilnehmer deutlich besser kennenlernen kann als bei dem Bonner Matheclub, und so habe ich den größten Teil meiner Freunde irgendwie so über Wettbewerbe kennengelernt (vor der Teilnahme an Wettbewerben hatte ich eigentlich keine Freunde an meiner Schule oder in meiner Umgebung). Die Teilnahme an Wettbewerben war für mich also auch sozial extrem wichtig.

Hast du dich schon in der Schule für Uni-Mathematik interessiert?
Ja, ich habe mir etwa die ersten 2 Semester an Vorlesungen erarbeitet, wobei ich dabei vom Bonner Matheclub (und dem ehemaligen Rhombus-Projekt) unterstützt wurde. Das ist auch das, was mich am Anfang dazu motiviert hat, tiefer in die Mathematik und in Wettbewerbe einzutauchen. Ich habe mehrfach versucht, Vorlesungen auch in Präsenz zu besuchen, wobei das bisher vor allem aus Schulgründen nicht wirklich geklappt hat. Für das nächste Semester bin ich aber zuversichtlich.

Was genau gefällt dir an der Mathematik?
Ich finde es sehr schön, wie man mit einer relativ simplen Reihe an grundlegenden Regeln startet und daraus dann vielseitige und komplexere Strukturen herleitet. Zum einen macht es einfach Spaß, sich Gedanken über mathematische Fragestellungen zu machen und dann irgendwann einen entscheidenden Schritt zu sehen, zum anderen ist es auch beeindruckend in wie vielen verschiedenen Bereichen Mathematik Anwendungen findet und wie vielseitig sie deshalb ist, und wie der mathematische Fortschritt ein so großes gemeinsames Projekt von Menschen auf der ganzen Welt ist.

Was ist dein Lieblingsgebiet innerhalb der Mathematik?
Das ist für mich ziemlich schwer zu sagen, ich habe mich da noch nicht so sehr festgelegt. Im allgemeinen mag ich Kombinatorik recht gerne, wobei es meistens einfach das Thema ist, mit dem ich mich im Moment besonders beschäftige.

Welches mathematische Teilgebiet liegt dir eher nicht so?
Ich bin nicht besonders gut in (Wettbewerbs-)Geometrie, auch wenn sie mir trotzdem Spaß macht.

Was ist dein Lieblingsmathebuch? Und welches Buch kannst du Schüler*innen empfehlen?
Das Buch (auch wenn es kein richtiges Buch ist), das für mich am wichtigsten war ist der Mathematische Grundlagen-Kurs der Fernuni Hagen. Er beinhaltet etwa das erste halbe Semester von Analysis 1 und Lineare Algebra 1, ist aber auch ohne mathematisches Vorwissen gut lesbar, während die meiste andere Lehrliteratur für Unimathematik die ich bisher gesehen habe nicht besonders einsteigerfreundlich geschrieben ist. Das war das erste Buch, das ich zum richtigen Einstieg in die Mathematik durchgearbeitet habe, und ich kann es anderen interessierten auch sehr empfehlen. Ansonsten ist auch Euclidian Geometry in Mathematical Olympiads von Evan Chen sehr empfehlenswert, es ist ein sehr gutes und tief gehendes Buch über Wettbewerbsgeometrie.

Was machst du in deiner Freizeit gerne, wenn du nicht gerade Mathe machst?
Ich beschäftige mich auch mit Physik und Informatik und lese gerne (vor allem Fantasy). Außerdem spiele ich gerne verschiedene (Brett-)Spiele, vor allem Social Deduction Games und Dungeons und Dragons.

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