07/02/2026
Da isser ja.... Dä "Plan" für 2026....
Haben wir bekommen am 03.02., also großzügige 9 Tage vor Weiberfastnacht. Reichlich Planungsvorlauf... für das Amt. Für uns Gastronomen... ach egal, wir brauchen sowas doch nicht. Es gab auch sonst keine Info. Wir erfuhren alles aus der Presse, ebenso wie Gastrokümmerer des Ordnungsamtes, die wir ja ansprechen sollen bei Fragen, damit der Rest des Amtes Ruhe vor uns hat. Die Abteilung Grossveranstaltungen funktioniert derzeit als Blackbox.
Nachdem wir im Vorfeld des Karnevals 2025 gute Gespräche mit der neuen Ordnungsamtsleitung führen und tatsächlich auch ganz zögerlich Bewegung in das starre Sperrkonzept bringen konnten (zaghafte Öffnung der Kyffhäuser Str.), hatte sich das im Vorfeld des 11.11.2025 schon wieder erledigt. Versprochene Fortsetzung des Dialogs - Fehlanzeige. Der neue Leiter ist auch schon wieder weg und macht jetzt das Büro des neuen OB, der neue ist bislang unbekannt, kommt aber dafür wieder von der CDU - was für gewöhnlich ein Garant für Klüngelanfälligkeit ist, wie wir aus leidvoller Vergangenheit wissen. Und der Klüngel will einen Auftrag für befreundete Dienstleister, der möglichst teuer ist. Der Klüngel will möglichst viele Zäune, möglichst viel Personal, möglichst viel Auftragsvolumen, einen möglichst großen Kuchen. Aber wir kennen den Mann ja wie gesagt noch gar nicht, das sind nur reflektierte Befürchtungen aufgrund empirischer Erfahrung. Fest steht bislang nur, dass das Bedürfnis nach Abstimmung mit Akteuren vor Ort, vor allem solchen, die als Gewerbe darauf angewiesen sind, dort auch Geld zu verdienen, noch nicht im Vordergrund steht. Und das ist enttäuschend. Seit 8 Jahren nun kämpfen wir, verlieren jedes Jahr mehr Geld, Nerven und Hoffnung, weil es einen Schritt vor und dann wieder zwei zurück geht. 5 Ordnungsamtsleiter in diesen 8 Jahren inclusive...
Im Moment geht es wieder zurück....
Zur Sache:
1. Der Abbau der Attraktivität und somit der Verzicht auf die "Feierzone" auf der Uniwiese ist nach wie vor völlig alternativlos. Wer möchte, dass wir von den in den letzten Jahren wie Hänsel und Gretel zum Hexenhaus angelockten Kiddies aus halb Mitteleuropa auch wieder welche verlieren, der darf da nix mehr anbieten, was Laune macht. Wie gesagt, es geht da nicht um unsere Kölner Kids, für die darf man gern irgendwo was anbeiten, nach Möglichkeit dezentral, aber da reden wir von unter 10.000 und nicht über 100.000. Die kommen von weit außerhalb und die hatten wir in dieser Größenordnung nie, bevor die Stadt ein als Ausweichsfläche getarntes Kinderfestival auf der Wiese organisiert hat. Also fott damit und ein paar Sessionen durchhalten, bis das auch überall angekommen ist, dass da jetzt keine Bespassungszone mehr stattfindet. Daran wenigstens scheint man noch festzuhalten, gut so. Das war aber auch schon der einzige positive Teil.
2. Man kann in den Kernbereich des Kwartier Latäng, bestehend aus Zülpicher Straße, Zülpicher Platz, Kyffhäuser Straße und den Verbindungsstraßen Heinsbergstraße und Hochstadenstraße so etwa 25.000 Leute unterbringen, wenn man sie relativ frei zirkulieren lässt in diesem Dreieck. Macht man aber nicht. Man sperrt die Verbindungsstraßen, stopft die Zülpicher Straße voll und so nach 10.000 bis 12.000 Menschen macht man dicht und leitet alles auf die Wiese um. Man verschenkt also im Veedel selbst nicht nur Platz, sondern sorgt auch dafür, dass die 8 Kneipen in Kyffhäuser und Heinsbergstraße, sowie die 7 dortigen Imbissrestaurants null Geschäft mehr machen. Andere Nebenlagen ebenso nicht mehr.
Das Ordnungsamt argumentiert regelmäßig, man würde die Leute ja gar nicht davon abhlaten, auf die Kyffhäuser zu gehen und das stimmt sogar rein technisch meistens. (man hat uns auch schon ganz abgeschnitten) Aber den Mechanismus, der am Ende eiegntlich dafür sorgt, dass es doch so ist, den begreift man da in einer Art kindlicher und authistisch anmutender Mantrarezitation einfach nicht, egal wie oft man das erklärt... Daher hier nochmal, ganz enfach:
Da kommen sehr viele Menschen von außerhalb. Die kennen sich da nicht aus, die haben da nicht ihre Stammkneipe. Die haben gehört "Zülpicher Strasse" is geil, da muss ich hin. Die nutzen die Kyffhäuser Str. und andere Nebenstrassen nur als Transitstrecke um auf die Zülp zu kommen. Was dann früher passiert ist, bevor man alle Laufwege im Veedel mit Zäunen zugestellt hat, war das Ausweichen der Menschen, denen es auf der Zülp zu voll wurde in die Nebenstraßen und so wurde das ganze Veedel belebt, was allen Gastronomen Jahrzehnte lang ein ordentliches Karnevalsgeschäft ermöglichte. Ein Geschäft, das man auch braucht, eine Geschäft, dass auch Ortsansässige Vermieter gern und regelmässig in den veranlagten Mietzins mit einfliessen lassen und ohne das man ernsthafte Probleme bekommt. Probleme von denen die Gastro auch schon anderweitig genug hat... Als Crowdmanager würde man von einer Verteilung auf die Fläche gesprochen haben. Für uns war es schlicht das Karnevalsgeschäft. Jetzt klappt das mit dem Verteilen in die Fläche nicht mehr. Zum einen sind die direkten Wege weg von der Zülp, über Heinsbergstraße und Hochstadenstraße schlicht dichtgemacht und zum anderen ist halt bekannt, dass die Stadt -nachdem man die völlig überraschend eingetretene Überfüllung der Zülp festgestellt hat- niemanden mehr auf die Zülp rauflässt, weshalb auch niemand von ihr runtergeht, weil man ja damit rechnen muss, nicht mehr drauf zu kommen. Was früher halt eine Art "free-flow" im Dreieck Zülpicher Straße. Zülpicher Platz/Hochstadenstraße/Heinsbergstraße und Kyffhäuser Straße war, ist jetzt nur noch ein statisches Presswurstquetschen des langen Zülpicher Schlauchs, wo die Leute so lange ausharren, wie sie können, weil runtergehen heisst, Du bist raus und bleibst raus. Und das hat früher halt anders funktioniert. Da hat eben nicht nach 10-12tsd jemand die Tür zugemacht, sondern man hat weiter laufen lassen und die Leute haben sich von ganz allein verteilt und sind im Veedel zirkuliert. Das geht aber nur so bis ca. 25.000 Leute. Danach wird es kritisch, wie wir am 11.11.2017 gesehen haben, was ja der Auslöser für das ganze Ding hier war.
Daher macht es schon Sinn, Massen steuern zu wollen und im Zweifel auch den Zulauf begrenzen zu können. Aber das was hier betrieben wird ist nicht nur ineffektiv und verhindert eine gute Nutzung der verfügbaren Flächen, es ist auch sauteuer und hinterlässt verdammt viel verbrannte Erde. Die Belebung der Kyffhäuser Straße zu Karneval 2025 war erfolgreich, als wir eine der beiden Stichstraßen geöffnet haben, das kann jeder Kollege dort bestätigen. Jedoch schon zum 11.11.2025 wieder hatte sich das erledigt, weil man zwar von der Zülpicher Straße aus Leute in die Kyffhäuser reingelassen hat, das aber niemand wirklich erkennen konnte, weil eben die Abzäunungen doch wieder sichtbar da standen, um eben Menschen von der Kyffhäuser Straße nicht in die andere Richtung zu lassen, also nicht mehr Richtung Zülpicher und das ganze so aussah, als wär da kein Weg durch und falls doch, keiner mehr zurück. Da war er wieder, der wiehrende Amtsschimmel.... Erstens ein Bild erschaffen, das klar von weitem schon deutlich nach Sperre aussieht, incl. keinen mehr zurücklassen und dann wundern, dass den Weg dann keiner gehen will. Zack, schon hat man das Grundproblem wieder hergestellt. Und dann nimmt man den ja "offensichtlich erfolglosen" Versuch als Beleg dafür, dass das ja alles Unsinn ist und man es wieder so macht wie vorher, also alles wieder schön sperren... Da bekommt man schon Zweifel an der Ernsthaftigkeit des zwischenzeitlich gemachten Bekenntnis "wir wollen die Kyffhäuser Strasse wieder beleben". Wir hatten noch ganz andere Maßnahmen vorgeschlagen, die aber auch abgelehnt wurden und das was man zugelassen hat, hat man dann so ausgeführt, dass es nicht funktionieren konnte. Rückblickend klare Hinhaltetaktik, um Klagen vorzubeugen. Vielen Dank für nix...
Dahinter steckt auch der Wunsch, mit einer möglichst verwaisten Kyffhäuser Straße inmitten des brodelnden Chaos einen leeren Raum zu haben, den man zur RTW-Anfahrt nutzen kann oder zur möglichen Entfluchtung der Zülpicher Straße. Wenn man das so betrachten würde, würde das einen gewissen Sinn ergeben, dann muss die Stadt aber auch eingestehen, dass die Verödung der Kyffhäuser klarer Vorsatz ist und für diesen enteignungsgleichen Eingriff in unsere Gewerbefreiheit auch die Verantwortung übernehmen, was sie aber -völlig überraschender Weise- auch nicht will.
Was die ganze Posse aber noch bedeutet nun im nächsten Punkt.
3. Nachdem wir aufgrund der Jahrelangen europaweiten Bewerbung unserer Umsonst-und-Draußen Minderjährigen-Feierfläche auf der Wiese inzwischen einen Bekanntheitsgrad bis hin in die New York Times generiert haben, ist klar, dass wir die ursprünglich mal gesetzten 25-30tsd Menschen so nicht wieder erreichen werden, sondern das es mehr bleiben werden. Nicht mehr soviele wie in der Spitze am 11.11.2023, wo es im Durchlauf sicher 150.000 gewesen sind, aber halt immer noch deutlich mehr. Das nimmt langsam leicht ab, weil der eine Hotspot "Wiese" jetzt weggefallen ist und nur der zweite, die "Zülp" übrig bleibt. Aber das sind immer noch deutlich mehr als vorher, sagen wir mal 50-60tsd. Das ist immer ein wenig unterschiedlich, je nach Datum und Wetter. Der 11.11. ist immer voller als Weiberfastnacht und je nach Wochentag und Wetter auf den dieser fällt, wird es mehr oder weniger. Ist halt auch dem Umstand geschuldet, dass es mittlerweile halt primär Auswärtige sind, die da anreisen, der Kölner Karnevalist ist da eher zuverlässiger und unabhängiger von Wochentag und Wetter.
Da wir in den Kernbereich des Kwartier Latäng nun nur noch so 12tsd reinlassen, nämlich bis die Zülp voll ist und nicht mehr wie früher 25tsd, als die dann in die anderen Straßen diffundiert sind, haben wir schonmal die gleiche Menge, die vor der Tür steht, als wie dahinter. Aber es kommen ja nicht 25, sondern mehr, also die 50 oder 60 tsd.... Und die verteilen sich jetzt in Straßen, die früher relativ unberührt vom karnevalistischen Treiben auf der Zülp waren, nämlich in die Luxemburger Straße und die Lindenstrasse. Die sind auf einmal so voll wie die Zülp selbst und was da nicht mehr reinpasst, schwappt dann in die Südstadt bzw. ins Belgische Viertel. Gut, die Südstadt hatte das früher schon, die hatten nur etwas Entlastung, als man alle zu uns auf die Wiese gelotst hat. Die Altstadt ist ja insofern "befriedet", als das man die Kiddies dort erfolgreich über die Generierung einer großräumigen und vor allem Eintrittsbewährten Veranstaltungsfläche ausgeschlossen und zu uns geschickt hat.
Als Ergebnis hat man also nach 8 Jahren Sperrkonzept eine massive Steigerung des Zulaufs vor allem sehr junger Klientel von Auswärts, die wenig Kaufkraft aber viel Problempotential mitbringt, und sich auf eine Fläche ausbreitet, die nicht wie früher den Kernbereich des Kwartier Latäng, sondern inzwischen das Gesamte Veedel und angrenzende Lagen mit umfasst und zig Millionen kostet und alle Kräfte bündelt. Und die Stadt, die diese "Erfolgsstory" verfasst hat, hält es heute weniger denn je für angebracht, mal mit den Menschen zu reden, die den Karneval dort seit Jahrzehnten persönlich, live, hautnah und mit professionellem Hintergrund erleben und die Zusammenhänge dort deutlich direkter begreifen, als man dies -mit Verlaub- von einem Bürostuhl aus kann, vor allem, wenn dieser regelmäßig den Besitzer wechselt und jeder Neue hier die Entwicklung nur vom Hörensagen kennt.
Diese Hybris der Stadt ist nicht nur unverständlich, sie tut weh und macht -erstaunlich nach all den Jahren- immer noch furchtbar wütend. Keine Info, keine Einbeziehung, keine Planungsgespräche, ja nichtmal der viel geschmähte runde Tisch, der zwar entgegen seiner ursprünglichen Ankündigung nie ein Instrument der Mitbestimmung war, aber zumindest mal Ansprechpartner für einen Austausch greifbar machte... Nichts mehr. Das Ordnungsamt agiert derzeit als Blackbox... womit wir wieder am Anfang wären. Buchstäblich.
4. Was wir viel früher als das aktuelle Sperrkonzept erfahren haben -natürlich wieder aus der Presse- war jedoch die Absicht des Ordnungsamtes, Gaststätten, in denen Karneval gefeiert wird, auf Überfüllung zu prüfen. Na danke schön!
Für die Leute, die sich da nicht so auskennen: Ab 200 Leute (und jeder Gastwirt, der was auf sich hält im Karneval hat mehr als 200 Leute in der Bude) fällt man unter die sog. "Versammlungsstättenverordnung" (VStättVO). Damit gehen eine Vielzahl besonderer Pflichten einher, die weit über das hinausgehen, was eine normale Gaststätte für ihren Regelbetrieb so braucht. Um es kurz zu machen, 90% der Gaststätten sind nicht abnahmefähig als Versammlungsstätte nach VStättVO. Da fehlt es schlicht an den baulichen und technischen Voraussetzungen, selbst wenn man sich die Mühe machte, noch schnell ein Brandschutzkonzept zu schreiben. Das ist nicht neu, das war schon immer so, seit es diese Verordnung gibt, nur hat man im Kölner Karneval da immer Fünfe grade sein lassen, wie mit so vielem in der fünften Jahreszeit. Das macht sie ja auch aus, dass da Regeln mal ein wenig weniger Bedeutung haben. Das das Amt das jetzt prüfen will bedeutet aber, dass die Mehrheit der Kneipen-Feierhotspots Gefahr läuft, mitten im Hochbetrieb geschlossen zu werden und es reine Glückssache ist, ob Du an Karneval Deine Investition in Ware, Personal, Sicherheitslogistik und Vorverkauf wieder raus bekommst oder auf allem sitzen bleibst und im Zweifel Miese machst. Hängt nur davon ab, ob Du zu den Glücklichen gehören wirst, die geprüft werden oder nicht. Reine Willkür also. Da dies vom Personalaufwand abhängt, den das O-Amt betreiben kann und die Majorität der Mitarbeitenden des Amtes bei uns im Kwartier Latäng eingesetzt ist, haben wir so eine Befürchtung, WO Prüfschwerpunkte liegen könnten. Wie gesagt, wir haben ja sonst schon keine Probleme. Da kann man ruhig noch mal drauftreten, der zuckt ja noch...
Natürlich kann man auch einfach sehen, dass man bei 190 Leuten Einlass-Stop macht und bei Läden, die sonst nur 220 reinkriegen würden, würde sich der Schaden vermutlich noch in Grenzen halten, aber was ist mit denen, die auch 250, 300 oder 350 reinkriegen würden, wenn man traditionell die Tische und Stühle rausräumt, um Platz für de Karawane zu schaffen? Die halbieren dann Ihren Umsatz, ganz zu schweigen, dass das mit der Stimmung dann schwer wird und es auch nicht leicht ist, den Füllgrad exact im Auge zu halten. Klar, man will keine Fallen wie in Crans Montana. Aber das waren ja auch besondere räumliche Gegebenheiten mit einem unübersichtlichen Keller. Bei uns läuft das in aller Regel eher ebenerdig und Fallen ohne Ausweg sind da eher nicht zu befürchten. Aber das wird sicher nicht der Maßstab sein, mit dem dann geprüft werden wird.
5. Am Ende ist das alles wieder hochgradig unbefriedigend und wird mehr und mehr Existenzbedrohend für unsere Gastro. Es gibt Lösungen, die unser Veedel wieder fröhlicher und weniger überfüllt machen würden. Nicht über Nacht, aber mit den richtigen Ansätzen in absehbarer Zeit. Es gibt Lösungen, die nicht dafür sorgen, ein Gefängnis-Szenario über das Kwartier Latäng zu legen, Räume und Laufwege zu verknappen und Millionen und Aber-Millionen dafür jedes Jahr an Klüngelfirmen umzuleiten. Aber im Moment ist dazu keine Bereitschaft zu erkennen, denn dafür wird die Stadt mit uns reden müssen und eine echte Beteiligung herstellen, statt sich wieder in eine Blackbox zu verwandeln, denn liebe Stadt Köln, Du hast leider sehr nachhaltig bewiesen, dass Du es alleine nicht kannst. Das Ergebnis der jahrelangen Bemühungen spricht da eine eindeutige Sprache. Zulauf vervielfacht, statt eingedämmt, Kosten explodieren lassen und Gewerbe im Veedel nachhaltig geschädigt, vom Ruf des Kölner Straßen- und Kneipenkarneval, der inzwischen von diesen Zuständen determiniert wird, mal ganz zu schweigen. Das ist KEINE Erfolgsstory!
Und trotzdem... immer noch sind wir offen für Gespräche. Immer noch sind wir bereit, uns einzubringen. Unsere Zeit, unsere Experiese, ohne was dafür zu wollen, ausser wirklich ernst genommen zu werden. Obwohl man uns immer wieder verladen und ignoriert oder sogar verächtlich gemacht hat. Immer noch sind wir der Meinung, dass das nur miteinander geht. Wir haben lange darüber nachgedacht, einfach den Klageweg zu beschreiten. Aus schierer Verzweiflung. Aber das ist teuer und riskant. Wer mit einer Stadt, die im Zweifel über Millionen (unserer) Steuermittel verfügt, vor Gericht in einen teuren Gutachterwettstreit mit auch immensen Streitwert geht, muss wirklich frisch sein und im Zweifel einen langen Atem haben. Das trifft auf die Gastro nicht zu, die Jahr für Jahr härter um ihr bloßes Überleben kämpft. Für uns wäre das ein One-Shot Harakiri-Spiel, eine allerletzte Karte. Nicht nur deswegen appellieren wir, gehört zu werden. Einfach auch aus der Überzeugung heraus, dass man erfolgreich Dinge nur dann bewegt bekommt, wenn alle wirklich wollen und mit echtem Interesse zusammenarbeiten. Aber das ist derzeit nicht in Sicht.
Wir wünschen allen einen frohen und erfolgreichen Karneval, hoffentlich ohne unschöne Zwischenfälle. Wir versuchen wie immer das Beste draus zu machen, auch wenn es jedes Jahr schwieriger wird.
Eure Gastro Kwartier Latäng