09/09/2026
Was verändern digitale Medien in christlichen Gemeinschaften?
Der diesjährige Mediensonntag richtet den Blick auf eine Frage, die weit über den Einsatz Künstlicher Intelligenz hinausreicht: Wie können technologische Entwicklungen gestaltet werden, ohne den Menschen und seine Verantwortung aus dem Blick zu verlieren?
Kardinal Reinhard Marx (Deutsche Bischofskonferenz) betont in seiner Stellungnahme zum 60. Welttag der sozialen Kommunikationsmittel, dass nicht allein die Frage entscheidend sei, ob KI eingesetzt wird, sondern welche Gesellschaft mit ihrer Hilfe gestaltet werden kann.
Ein ähnlicher Perspektivwechsel ist auch für Kirche und Theologie interessant: Nicht nur wie nutzt Kirche digitale Medien – sondern was verändern digitale Medien in Kirche und christlichen Gemeinschaften?
Mit dieser Frage beschäftigt sich Dr. Sophia Omokanye im IWM-Forschungsprojekt „Digital Christianities“.
Ethnografisch untersucht sie, wie soziale Medien und digitale Technologien in die Transformationsprozesse christlicher Gemeinschaften im deutschsprachigen Raum eingebunden sind. Ein besonderer Fokus liegt auf der digitalen Glaubensvermittlung.
Dazu arbeitet sie mit christlichen Content-Creator:innen, Medientechniker:innen und Medienhäusern verschiedener Konfessionen zusammen.
Im Zentrum steht die Beobachtung, dass digitale Medien nicht nur neue Wege eröffnen, um über Glauben zu sprechen. Sie können auch verändern, wie Gemeinschaft entsteht, wie religiöse Inhalte vermittelt werden und wie Christinnen und Christen miteinander in Beziehung treten.
Der Mediensonntag ist daher auch ein Anlass, die digitale Transformation der Kirche aus wissenschaftlicher Perspektive zu betrachten.
👉zum Projekt: https://iwm.sankt-georgen.de/project/die-virtuelle-welt-als-missionsfeld/