04/09/2026
❓Was passiert eigentlich, wenn ich einen Titel aus dem Magazin bestelle?
❓Und warum riecht es über der Tiefgarage auf dem Platz der Göttinger Sieben nach Büchern?
❓Und wie erlebt die Bibliothek eigentlich die abnehmende Nutzung von Printmedien?
Auf drei Untergeschossen erstreckt sich das Magazin unserer Zentralbibliothek (Slides 1 + 2), dazu kommt ein ehemaliger Teil der Tiefgarage: deshalb der liebliche Bücherduft Ecke Juridicum/Zentralbibliothek! Ältere Literatur (nach 1900), aufgelöste Institutsbibliotheken, aber auch Neuerwerbungen werden mehrheitlich magaziniert. Wenn ihr also etwas aus der Zentralbibliothek bestellt, erwacht an der passenden Arbeitsstation im Magazin ein Drucker, gibt einen Bestellzettel aus, der*die Zuständige sucht das Buch aus den Regalen und übergibt es in einer Wanne dem Transportsystem. Diese wandert mit einem Zwischenstopp im Verteilerraum in das Büro hinter dem Selbstabholbereich.
In meiner Erinnerung verwandelt sich das Magazin stellenweise fast in einen ‚Lost Place‘: Seitdem die obere Magazinetage 2013 für die Freihandnutzung geschlossen worden ist, wozu noch immer ein Video auf YouTube existiert, und da die Nutzung physischer Medien weiter zurückgeht, sitzt pro Großraum nur noch ein*e Magaziner*in. Im Tiefgaragenmagazin ist gar niemand dauerhaft vor Ort. Also schier endlose Reihen von Büchern, verwaiste Arbeitsstationen (Slide 3), trotz all der Bücher eine Art melancholischer Leere und ‚Silence in the Library‘, nur unterbrochen vom gelegentlichen Rattern der Fließbandwannen oder eben Magaziner*innen, die nun weiter laufen müssen.
– Leon
P. S.:
Slide 4: So wurden früher übrigens Dissertationen magaziniert!
Slide 5: Meine Lieblingsregale bildet übrigens die ehemalige Bibliothek der Enzyklopädie des Märchens. Sucht im alten Online-Katalog (nicht GöDiscovery) mal nach „sst mag-em“ – ein Paradies für Bücherwürmer und Folklore-Begeisterte!