Literarisches Zentrum Gießen

Literarisches Zentrum Gießen www.lz-giessen.de / Verein zur Pflege und Förderung der literarischen Kultur und Tradition der Universitätsstadt und der Region Gießen

Das im Jahr 2009 gegründete Literarische Zentrum Gießen (LZG) verfolgt das Ziel, das literarische Leben der Stadt und des Kreises Gießen u.a. durch Lesungen, Ausstellungen, Festivals, Führungen und Vorträge zu fördern und mit weiteren Impulsen zu versehen. Hier gilt es, die bestehenden Instanzen der Literaturvermittlung (Schulen, Kirchen, Buchhandel, Universität, Stadttheater, Bibliotheken) durch

gemeinsame Programme und neue Veranstaltungsformate zu vernetzen und in ihren literarischen Bemühungen zu unterstützen. Das Zusammenwachsen von Stadt und Universität auf dem Feld der Literatur ist dabei ein wichtiges Ziel des Vereins. Zentrales Anliegen ist zudem ein niedrigschwelliger Zugang zur literarischen Kultur, der vor allem durch die Vernetzung sowie zahlreiche Kooperationen erreicht wird. Wichtige Förderer sind u.a. das Kulturamt der Stadt Gießen, die Justus-Liebig-Universität Gießen, die OVAG und die Gemeinnützige Stiftung der Sparkasse Gießen.

An freien Tagen bleibt Zeit für etwas Entspannung und eine gute Lektüre.📚 Wir haben unser Team gefragt, welche Bücher si...
04/06/2026

An freien Tagen bleibt Zeit für etwas Entspannung und eine gute Lektüre.📚 Wir haben unser Team gefragt, welche Bücher sie sich für das lange Wochenende vorgenommen haben.
Habt ihr eines unseres aktuellen Reads auch schon gelesen?📕🌷

Credits: .fischer_stories

Wie kann man sich erfolgreich aus den Fängen einer Sucht befreien? Am vergangenen Dienstagabend war Christoph Peters mit...
03/06/2026

Wie kann man sich erfolgreich aus den Fängen einer Sucht befreien?

Am vergangenen Dienstagabend war Christoph Peters mit »Entzug« bei uns in Gießen zu Gast. Sein neuer Roman stellt die literarische Verarbeitung seiner eigenen Suchterfahrung dar. 20 Jahre nach seinem Entzug beschreibt Peters sein damaliges Verhältnis zum Alkohol sehr eindringlich: »Man steht unter dem Einfluss einer diktatorischen Substanz, die einen versklavt und knechtet.«

Aber wie gelingt nun der Ausbruch aus der substanziellen Fremdbestimmung? Der Erzähler erreicht diesen Punkt, als ihn eine Mail seines Verlegers zu der Erkenntnis bringt, dass er mit seinem Lebensstil nicht nur sein Privatleben ruiniert, sondern auch seine berufliche Perspektive riskiert. Im Gespräch mit Moderator Sascha Feuchert verrät Peters, dass ein Blick in den Spiegel seines Klinikzimmers ihn zu dem Entschluss bringt, die Sucht und das Trinken endgültig hinter sich zu lassen. Der Realisationsmoment und die daraus resultierende Suchtbefreiung ist für Christoph Peters kein Verdienst, sondern ein absolutes Geschenk.

Ein herzlicher Dank geht an Christoph Peters und Sascha Feuchert für diesen spannenden Abend voller Einblicke. Außerdem danken wir dem Kulturamt der Stadt Gießen für die gelungene Kooperation.

Regelmäßig tauchen wir beim LZG-Lesekreis gemeinsam in die deutschsprachige Gegenwartsliteratur ein – offen, neugierig u...
02/06/2026

Regelmäßig tauchen wir beim LZG-Lesekreis gemeinsam in die deutschsprachige Gegenwartsliteratur ein – offen, neugierig und im Austausch miteinander. In entspannter Atmosphäre entsteht ein Raum, in dem Lesen zur gemeinsamen Entdeckung wird. ✨

Im Mittelpunkt steht diesmal »Ich möchte zurückgehen in der Zeit«, der neue bewegende Roman von Helene Bukowski: Die Geschichte einer jungen Pianistin, deren Leben zwischen Talent, Druck und unerzählten Büchern verläuft – sensibel rekonstruiert und literarisch verdichtet. 🎹🎶

Du bist LZG-Mitglied und hast Lust dabei zu sein? Dann melde dich jetzt auf unserer Homepage für den Lesekreis an! 📋

»Manchmal weiß ich gar nicht, wie ich sozialisiert bin.«Eine Aussage, die nur eine der vielen Gemeinsamkeiten von Victor...
29/05/2026

»Manchmal weiß ich gar nicht, wie ich sozialisiert bin.«

Eine Aussage, die nur eine der vielen Gemeinsamkeiten von Victor Schefé und Tassilo – dem Protagonisten seines Debütromans »Zwei, drei blaue Augen« – darstellt. Am vergangenen Dienstag war der Schauspieler und Autor im Notaufnahmelager Gießen zu Gast, um aus dem Roman zu lesen.

Im Gespräch mit Moderatorin Kirsten Prinz wurden die Frage nach der Sozialisation und das Gefühl des »Dazwischen-Seins« deutlich. Während Prinz im Westen sozialisiert wurde, verbrachte Schefé seine ersten 19 Jahre im ostdeutschen Rostock. Gemeinsam reflektierten sie Unterschiede im Aufwachsen und Erleben der eigenen Jugend – zum Beispiel, wenn es darum ging, wie man am besten an die neue Platte von Tina Turner kam. Was im Westen gleich im nächsten Schallplatten erledigt werden konnte, blieb für Victor Schefé im Osten ein heimlicher Akt.

Die Lebendigkeit des Abends ging auch dann nicht verloren, als Schefé von seinen Erfahrungen der Beschattung durch die Staatssicherheit berichtet. Die Moderatorin las Auszüge aus der Stasi-Akte vor, während der Autor mit Einblicken in die Gefühlswelt von seinem Protagonisten einen Weg findet, dieser von ihm abgelehnten Sprache zu trotzen. Auf die Frage, wie sich diese Erfahrungen überhaupt aushalten ließen, antwortet Schefé: »Aus heutiger Perspektive war das nicht auszuhalten. Es war die Liebe, die mich durch diese Zeit geführt und mich das ganze durchhalten lassen hat.«

Ein riesiger Dank gilt Victor Schefé und Kirsten Prinz für diesen spannenden Abend, der »an Interessanz nicht zu überbieten« war. Ein weiterer großer Dank gilt unseren Kooperationspartnern – dem Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager Gießen sowie dessen Förderverein für die rundum gelungene Zusammenarbeit.

-literatur

Wenn aus einem Glas Gewohnheit wird, bahnt sich der leise Beginn einer Abhängigkeit an. Und schon bald ist ein Punkt err...
27/05/2026

Wenn aus einem Glas Gewohnheit wird, bahnt sich der leise Beginn einer Abhängigkeit an. Und schon bald ist ein Punkt erreicht, an dem die Frage im Raum steht : »Trinken und sterben oder aufhören und leben?«

In seinem autobiographischen Roman »Entzug« schreibt Christoph Peters schonungslos aus dem Leben eines schweren Alkoholikers. Alles fängt mit einer Wodkaflasche auf dem Küchentisch an, die schon bald zum Überlebenselixier des Erzählers wird. Bis er schließlich einen Kipppunkt erreicht, der sich für ihn nur mit einem Klinikaufenthalt überwinden lässt. »Entzug« handelt von den Dynamiken von Sucht,aber auch vom ewigen Kampf gegen die Abhängigkeit. Ein fesselnder, ehrlicher und zugleich inspirierender Roman.

📅Dienstag, 2. Juni, 19 Uhr
📍Hermann-Levi-Saal (Konzertsaal im Rathaus) Gießen, Berliner Platz 1, 35390 Gießen
🎙️Moderation: Sascha Feuchert (LZG)
🎟️ Eintritt: 8€ | erm. 6€ | LZG-Mitglieder 4€

In Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Gießen

Der Juni steht in den Startlöchern und hat laue Sommerabende im Gepäck. Wir sind mehr als bereit für den nahenden Sommer...
27/05/2026

Der Juni steht in den Startlöchern und hat laue Sommerabende im Gepäck. Wir sind mehr als bereit für den nahenden Sommer! Seid ihr es auch? 🌞

Im kommenden Monat erwarten euch bei uns gleich sechs Veranstaltungen. Neben klassischen Lesungen dürft ihr euch auch auf eine Fortbildung, eine Theateraufführung, etwas Musik und eine Veranstaltung für kleine und große Bücherfans freuen. Da ist doch für alle etwas dabei! 🥳
Kommt und seid dabei, um unser Juni-Programm nicht zu verpassen. Wir freuen uns schon darauf, diese literarische Vielfalt gemeinsam mit euch zu erleben! 🙌🏼

Ist literarisches Schreiben ein Stück weit therapeutisch? ❤️‍🩹Am vergangenen Freitag tauschten sich die Autorin Hanna Me...
25/05/2026

Ist literarisches Schreiben ein Stück weit therapeutisch? ❤️‍🩹

Am vergangenen Freitag tauschten sich die Autorin Hanna Meretoja und ihr Übersetzer Stefan Moster, der an diesem Abend aus der deutschen Übersetzung las und den Abend moderierte, zu einer Reihe von Reflexionsprozessen aus. Neben der intellektuellen Spurensuche, die Meretojas Rollenverständnis als Schriftstellerin und Erzählforscherin zum Ziel hat, sprachen die beiden unter anderem nach der Essenz finnischer Romane, die sie am Handlungsort Sauna verorten. 🧖🏼‍♀️

Neben der Verbindung intellektueller und humorvoller Überlegungen ging es der Autorin und dem Moderator um die Parallelen, die zwischen den Figuren aus «Die Nacht der alten Feuer« und Hanna Meretojas eigenem Leben bestehen. Während Protagonistin Elea ihre Liebsten zu sich einlädt, um ihnen mitzuteilen, dass sie an einer aggressiven Form von Brustkrebs erkrankt ist, fand Meretoja im Schreiben des Romans einen Umgang für ihre eigene Diagnose und die Reaktionen, die sie in ihrem Umfeld ausgelöst hat. Anhand von Meeresgeschichten, empathischen Dialogen und liebevollen Figuren weckte Meretoja an diesem Abend die Neugier darauf, sich den Wert zwischenmenschlichen Zusammenhalts in literarischer Form nochmals bewusst zu machen. 🫂

Ein herzlicher Dank gilt Hanna Meretoja und Stefan Moster für diesen einfühlsamen Abend sowie die gelungene Moderation und Übersetzung. Ebenso danken wir dem International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) der Justus-Liebig-Universität Gießen, dem Internationalen Promotionsprogramm «Literatur- und Kulturwissenschaft« (IPP) sowie dem Kulturamt der Stadt Gießen für die gelungene Kooperation.

Was tust du, wenn der Wunsch nach Freiheit in dir größer wird, als dein Heimatgefühl? 🗣️Zwischen Plattenbau und Freiheit...
19/05/2026

Was tust du, wenn der Wunsch nach Freiheit in dir größer wird, als dein Heimatgefühl? 🗣️

Zwischen Plattenbau und Freiheitsdrang entfaltet sich in »Zwei, drei blaue Augen« die Geschichte des jungen Tassilos, der alles riskiert, um aus der DDR nach West-Berlin zu fliehen. Und wer könnte diese Geschichte eindringlicher erzählen als Victor Schefé, der als Jugendlicher selbst diesen Weg gegangen ist?

Wir freuen uns auf einen Abend mit authentischen Einblicken in Briefe, Tagebücher und Stasi-Akten – und in ein Buch und einen Lebensweg, die als persönliches wie politisches Zeitzeugnis dienen. Es geht um Identität, Freiheit und den Mut zum Aufbruch. 👤⛓️‍💥

📅 Dienstag, 26. Mai | 18:30 Uhr
📍Lern-und Erinnerungsort Notaufnahmelager Gießen, Meisenbornweg 27, 35398 Gießen
🎙️Moderation: Kirsten Prinz (LZG)
🎟️ Eintritt frei, Anmeldung erforderlich

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager Gießen e.V. sowie dessen Förderverein

»Ich möchte nicht für andere sprechen, sondern für Komplexität werben.«Im Rahmen der 2. Gießener Kulturnacht durften wir...
17/05/2026

»Ich möchte nicht für andere sprechen, sondern für Komplexität werben.«

Im Rahmen der 2. Gießener Kulturnacht durften wir zur Veranstaltung »bildungs|geschichten« Autor Fikri Anıl Altıntaş begrüßen, der vor vollem Haus aus seinen autofiktionalen Texten »Im Morgen wächst ein Birnbaum« und »Zwischen uns liegt August« las.
Im Gespräch mit Moderatorin Hannah Van Reeth diskutierte Altıntaş sowohl das Nebeneinander von Scham und Stolz als auch die Bedrohung durch negative Stereotype und lud dazu ein, verschiedene Bildungsrealitäten in ihren Ambivalenzen wahrzunehmen und anzuerkennen.

Im zweiten Teil des Abends präsentierten Lehramtsstudierende der JLU ihre ganz eigenen Bildungsgeschichten in Reflexionen übers Anecken, Halt-Suchen, Vergleichen und Konkurrieren, Funktionieren, Dinge-Erschaffen, Existieren und Werden.
So vielfältig wie die Inhalte waren auch die Darbietungsformen: Gespannt folgte das Publikum einem Mix aus Gedichten, Essays, Erzählungen in Tonfragmenten und Visualisierungen. Eine wirklich besondere Auftaktveranstaltung unseres Sommerprogramms! ✨️

Ein herzliches Dankeschön richten wir an die Stadt Gießen für die Möglichkeit der Teilnahme an der 2. Gießener Kulturnacht, an den Arbeitsbereich Geschichtsdidaktik der Justus-Liebig-Universität Gießen für die gelungene Kooperation, sowie an die Sparkasse Gießen für ihre freundliche Unterstützung.

Wenn ein Sommerabend alles verändert… 🔥🌊Ende August in den finnischen Schären: Die traditionellen Feuer markieren den Üb...
15/05/2026

Wenn ein Sommerabend alles verändert… 🔥🌊

Ende August in den finnischen Schären: Die traditionellen Feuer markieren den Übergang vom Sommer in den Herbst. An diesem besonderen Abend kommen Elea, ihr Mann Otto und ihre engsten Vertrauten in ihrem Ferienhaus zusammen. Doch die Stimmung kippt. Was gesagt wird, lässt sich nicht mehr zurücknehmen und verändert alles.
Inmitten der rauen Schönheit der finnischen Küsten erzählt Hanna Meretojas Roman »Die Nacht der alten Feuer« von Freundschaft, Vergänglichkeit, Erinnerung und den Momenten, die alles ins Wanken bringen.

📅Freitag, 22. Mai | 19 Uhr
📍 Hermann-Levi-Saal (Konzertsaal im Rathaus), Berliner Platz 1, 35390 Gießen
🎙️Moderation: Stefan Moster (Übersetzer)
🎟️ Eintritt: 6 € | erm. 4 € | LZG-Mitglieder und Studierende frei

In Kooperation mit dem International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) der Justus-Liebig-Universität Gießen, dem Internationalen Promotionsprogramm »Literatur- und Kulturwissenschaft« (IPP) sowie dem Kulturamt der Stadt Gießen

Adresse

Südanlage 3a (Kongresshalle)
Gießen
35390

Öffnungszeiten

Montag 10:00 - 14:00
Dienstag 15:00 - 19:00
Donnerstag 10:00 - 14:00

Telefon

+4964197282517

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Literarisches Zentrum Gießen erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Die Universität Kontaktieren

Nachricht an Literarisches Zentrum Gießen senden:

Teilen