18/10/2020
Liebe Kommiliton*innen,
uns hat eine Mail von einer Initiative von Burg-Studierenden erreicht zur Erhaltung der Friedensstatue in Berlin.
Worum es geht:
Seit Ende September steht in Berlin die erste »Friedensstatue« als Mahnmal für alle Opfer sexualisierter Kriegsgewalt. Nach wenigen Tagen hat der Grüne Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel auf Druck der konservativen Regierung Japans ihr Verschwinden angeordnet. Wir fordern den Verbleib der Statue und damit eine klare Position der Berliner Regierung gegen sexualisierte Kriegsgewalt!
Die Statue des Künstlerpaars Seo-Kyung und Eun-Sung Kim steht bereits in einigen Ländern und erinnert an die rund 200.000 Mädchen und Frauen aus 14 Ländern, die während des 2. Weltkriegs durch das japanische Militär verschleppt und als »Trostfrauen« sexuell versklavt wurden. Erst 1991 brachen die ersten Opfer ihr Schweigen. Obwohl sich die Statue nicht explizit gegen den Japanischen Staat richtet, gehen rechte Regierungsmitglieder des Landes seit vielen Jahren gegen die Statuen vor. Wer die Statue entfernt, bringt Opfer, Überlebende sowie Hinterbliebene um Trauer, Gedenken, und Respekt und arbeitet aktiv gegen die Sichtbarkeit institutionalisierter sexueller Gewalt, denn die Statue gilt längst als internationales Symbol gegen alle Formen sexualisierter Kriegsverbrechen.
Laut eines Berichts in der TAZ forderte der japanische Außenminister Toshimitsu Motegi vergangene Woche seinen Amtskollegen Heiko Maas (SPD) dazu auf, die Statue zu entfernen. Wir erwarten vom deutschen Außenminister, dass er und Stephan von Dassel diplomatische Beziehungen nicht über das Gedenken an schreckliche Kriegsverbrechen stellen und diesem Wunsch nicht nachkommen. Die »Friedensstatue« muss bleiben!
Zur Unterstützung könnt ihr folgende Petition unterschreiben:
https://www.petitionen.com/petition_gegen_die_entfernung_der_friedensstaue_in_berlin
Und es gibt auch eine Kampagne auf Instagram:
Postet ein Foto von Euch auf einem Stuhl neben einem leeren Stuhl auf Instagram mit einem Papier in der Hand mit der Aufschrift . Darunter kopiert ihr obigen Text samt Hashtags mit hinein (hier nochmal eingefügt mit allen Verlinkungen zu den Verantwortlichen zum kopieren).
" #소녀상
Seit Ende September steht in Berlin die erste »Friedensstatue« als Mahnmal für alle Opfer sexualisierter Kriegsgewalt. Nach wenigen Tagen hat der Grüne Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel auf Druck der konservativen Regierung Japans ihr Verschwinden angeordnet. Wir fordern den Verbleib der Statue und damit eine klare Position der Berliner Regierung gegen sexualisierte Kriegsgewalt!
Die Statue des Künstlerpaars Seo-Kyung und Eun-Sung Kim steht bereits in einigen Ländern und erinnert an die rund 200.000 Mädchen und Frauen aus 14 Ländern, die während des 2. Weltkriegs durch das japanische Militär verschleppt und als »Trostfrauen« sexuell versklavt wurden. Erst 1991 brachen die ersten Opfer ihr Schweigen. Obwohl sich die Statue nicht explizit gegen den Japanischen Staat richtet, gehen rechte Regierungsmitglieder des Landes seit vielen Jahren gegen die Statuen vor. Wer die Statue entfernt, bringt Opfer, Überlebende sowie Hinterbliebene um Trauer, Gedenken, und Respekt und arbeitet aktiv gegen die Sichtbarkeit institutionalisierter sexueller Gewalt, denn die Statue gilt längst als internationales Symbol gegen alle Formen sexualisierter Kriegsverbrechen.
Laut eines Berichts in der TAZ forderte der japanische Außenminister Toshimitsu Motegi vergangene Woche seinen Amtskollegen Heiko Maas (SPD) dazu auf, die Statue zu entfernen. Wir erwarten vom deutschen Außenminister, dass er und Stephan von Dassel diplomatische Beziehungen nicht über das Gedenken an schreckliche Kriegsverbrechen stellen und diesem Wunsch nicht nachkommen. Die »Friedensstatue« muss bleiben!
heiko
"
Außerdem könnt ihr eine Mail an die verantwortlichen Politiker Heiko Maas und Stefan von Dassel schreiben. Einen Draft gibt es hier: https://trostfrauen.de/aufruf-friedensstatue/
Wir rufen auf zur Unterstützung! Kämpft mit uns gemeinsam für den Verbleib der Friedensstatue in Berlin, gegen die angedrohte Entfernung!