Forschungsinstitut für Philosophie Hannover

Forschungsinstitut für Philosophie Hannover Das fiph bearbeitet zentrale Probleme der gegenwärtigen Welt und bezieht diese auf philosophische Grundprobleme. Im Vordergrund stehen ethische Fragen.

Die Forschungsthemen werden multiperspektivisch erschlossen und Lösungsvorschläge entwickelt, die in Verantwortung für Gerechtigkeit gründen. »Weiter denken« – so lautet das Motto des Forschungsinstituts für Philosophie Hannover (fiph). Das fiph bearbeitet zentrale Probleme der Gegenwart und bezieht sie auf philosophische Grundfragen. Die Forschung am fiph ist interdisziplinär ausgerichtet und ver

steht sich als Beitrag zu philosophischen Orientierungs- und Verständigungsprozessen. Das Forschungsprogramm setzt bei Menschen in ihren konkreten Erfahrungszusammenhängen an. Aus diesem Grund finden auch die komplexen, vielfach gebrochenen kulturellen und religiösen Traditionen in der Forschung Berücksichtigung, die diese Zusammenhänge sowohl positiv als auch negativ beeinflussen. Ethischer Maßstab der Arbeit ist die Unantastbarkeit der Menschenwürde. Das fiph vergibt Fellowships und Stipendien. Es bietet Fellows und StipendiatenInnen die Möglichkeit, in einem intellektuell herausfordernden und inspirierenden Umfeld zu forschen. Das fiph hat den Auftrag, die Ergebnisse seiner Forschungen in die politische, gesellschaftliche, ökonomische und kirchliche Öffentlichkeit einzubringen

Ein von unserem Fellow Tobias Heinze gemeinsam mit Thomas Barth, Ricarda Biemüller und Heiko Stubenrauch herausgegebener...
02/06/2026

Ein von unserem Fellow Tobias Heinze gemeinsam mit Thomas Barth, Ricarda Biemüller und Heiko Stubenrauch herausgegebener Sammelband ist soeben bei Campus erschienen:

"Subjekte der ökologischen Verwüstung. Kritische Theorie der Klimakatastrophe"

Der Sammelband identifiziert das Subjekt und die Subjekttheorie als Leerstellen in der gegenwärtigen Debatte über die Ursachen und Folgen der ökologischen Verwüstung. Das Buch plädiert dafür, die subjektiven Bedingungen der Klimakatastrophe zu analysieren, um in Zeiten umfassender Naturzerstörung sowohl die Beharrungskräfte eines destruktiven Kapitalismus als auch den Aufstieg einer veränderten Form des Autoritarismus zu verstehen.

Insgesamt vierzehn theoretische und empirische Beiträge widmen sich dieser Problemstellung mithilfe der für die Kritischen Theorie charakteristischen Verbindung von neomarxistischer Gesellschaftstheorie und psychoanalytischem Subjektbegriff. Sie verknüpfen den gesellschaftskritischen und interdisziplinären Anspruch der Kritischen Theorie und leisten so eine Bestimmung des Subjekts als unverzichtbaren Ansatzpunkt zur Analyse und Kritik ökologischer Verwüstung. Zugleich zeigen die Beiträge, inwiefern zentrale Begriffe der Kritischen Theorie angesichts neuer und zugespitzter Formen sozialer und ökologischer Destruktivität einer Neubestimmung bedürfen.

Mit Beiträgen von Thomas Barth, Ricarda Biemüller, Carl Cassegård, Jochen Gimmel, Anne Gräfe, Delaram Habibi-Kohlen, Tobias Heinze, Philip Hogh, Charlie Kaufhold, Christine Kirchhoff, Susanne Lettow, Andrea Lilge-Hartmann, Julian Niederhauser, Anna Rosa Ostern, Lucas Pohl, Jennifer Stevens, Heiko Stubenrauch und Erik Swyngedouw.

Das Buch ist nun als Open-Access-Publikation und im Print hier erhältlich: https://campus.de/wissenschaft/soziologie/subjekte-der-oekologischen-verwuestung/CAM52196

Aktuelles Forum Philosophie: Neue Wehrpflicht?│Mittwoch, 03.06.2026, 19:00 UhrDie Frage nach Krieg und Frieden steht geg...
28/05/2026

Aktuelles Forum Philosophie: Neue Wehrpflicht?
│Mittwoch, 03.06.2026, 19:00 Uhr

Die Frage nach Krieg und Frieden steht gegenwärtig im Mittelpunkt der Weltpolitik, gleichzeitig wird in Deutschland sehr konkret über die Wiedereinführung der Wehrpflicht diskutiert. Die neue Wehrpflicht wirft grundlegende Fragen zum Verhältnis von Individuum und Staat auf. Zeigt sich in der Debatte um die neue Wehrpflicht ein notwendiger Schritt zur gesellschaftlichen Verteidigungsfähigkeit, oder bedeutet die Verpflichtung zum Wehrdienst den Übergang in eine neue Stufe der Militarisierung? Wie gehen wir individuell mit der Gewissensentscheidung für oder gegen den Wehrdienst um?

Mit dem „Aktuellen Forum Philosophie“ machen wir ein Angebot, durch das wir mit kurzfristig festgelegten Themen auf aktuelle Debatten in der breiten Öffentlichkeit reagieren und die aufgeworfenen Fragen praktisch-philosophisch reflektieren. Nach einem kurzen Impulsreferat bildet den Schwerpunkt der Veranstaltung eine offene Diskussion unter den Teilnehmenden.

Es handelt sich um eine reine Präsenzveranstaltung. Leitung und Impuls: Johann Szews

Wir freuen uns auf euch!

Bild: Antenna via unsplash

Der gegenwärtige Umbruch in der Weltordnung bedeutet eine grundlegende Infragestellung der westlichen Lebensform. Um zu ...
19/05/2026

Der gegenwärtige Umbruch in der Weltordnung bedeutet eine grundlegende Infragestellung der westlichen Lebensform. Um zu ermessen, was dabei verlorengeht, richtet der Beitrag den Blick auf die Anfänge des abendländischen Denkens: Platon. Dabei soll deutlich werden, dass dessen Ansatz einer vernunftbasierten Ordnung schon damals gegen die Theorie des Rechts des Stärkeren verteidigt werden musste.

In ihrem InDebate-Beitrag führt Barbara Zehnpfennig in Platons politisches Denken ein.

jetzt hier lesen: https://philosophie-indebate.de/die-macht-und-das-gute-platons-antwort-auf-die-herausforderungen-des-politischen/

Zur Ideologie des Trumpismus III: „Only through a repair of time…“ Zeit und Geschichte des Postliberalismus│19.05.2026, ...
12/05/2026

Zur Ideologie des Trumpismus III: „Only through a repair of time…“ Zeit und Geschichte des Postliberalismus
│19.05.2026, 19:00 Uhr

Der US-amerikanische Postliberalismus ist auch ein Geschichts- und Zeitpolitisches Programm. Es artikuliert sich in der postliberalen Liberalismuskritik ebenso wie in heilsgeschichtlichen und apokalyptischen Erzählungen. Eine Analyse der Geschichts- und Zeitpolitischen Programmatik des Postliberalismus ermöglicht es gleichermaßen, ihn als Ideologie zu greifen und seine historischen Voraussetzungen sichtbar zu machen.

In diesem Sinne geht der Vortrag zwei Leitfragen nach: Wie konzeptualisieren und politisieren postliberale Akteure Geschichte und Zeitlichkeit? Welche ideengeschichtlichen Kontinuitäten und welche Unterschiede treten aus dieser Perspektive im Vergleich zu Konservatismus und Faschismus hervor? Und schließlich: Wie vermitteln die postliberalen Geschichts- und Zeitkonzeptionen ein Neuverhandlung des Verhältnisses von Religion und Politik?

Ein Abendvortrag von Carlotta Voß - bei und im Institut oder live im stream (link in bio). Wir freuen uns!

Rapper wie Marteria thematisieren Perspektiven des Staunens über die Welt in ihren Liedern. Aus Sicht einer theologische...
27/04/2026

Rapper wie Marteria thematisieren Perspektiven des Staunens über die Welt in ihren Liedern. Aus Sicht einer theologischen Kulturhermeneutik bieten sie daher ein religionspädagogisches Lernpotenzial, um auch mit nichtreligiösen Schüler:innen über theologische Kernthemen wie „Schöpfung“ ins Gespräch zu kommen.

In seinem InDebate-Beitrag diskutiert Jan-Hendrik Herbst Beitrag diskutiert Chancen und Grenzen dieses Ansatzes.

"Rap zur Schöpfung im Religionsunterricht? Chancen und Herausforderungen theologischer Kulturhermeneutik" jetzt hier lesen:

https://philosophie-indebate.de/rap-zur-schoepfung-im-religionsunterricht-chancen-und-herausforderungen-theologischer-kulturhermeneutik/

Dieser Beitrag ist Teil einer Beitragsserie zu der Debatte um die Dokumentation „Babo – Die Haftbefehl-Story“. Ausgangspunkt der Serie auf Philosophie InDebate war ein Artikel des Autor:innenkollektivs Religionsbezogene Kontroversen.

Postfossile Freiheit. Warum Demokratie, Umweltschutz, Wohlstand und Frieden nur gemeinsam gelingen│Mittwoch, 26.04.2026,...
23/04/2026

Postfossile Freiheit. Warum Demokratie, Umweltschutz, Wohlstand und Frieden nur gemeinsam gelingen
│Mittwoch, 26.04.2026, 19:00 Uhr

Kriege, populistische Regierungen, die nach Autokratie streben, Klima- und Biodiversitätskrise – wir leben in einer Zeit tiefgreifender globaler Umbrüche. Diese Krisen treffen nicht zufällig zusammen. Sie sind miteinander verflochten, bedrohen gar unsere Existenz. Denn fossile Abhängigkeit befeuert Autokratien, schwächt Freiheitsrechte und gefährdet den weltweiten Frieden. Doch auch Wohlstand ist nur noch postfossil möglich.
In dem Vortrag soll verdeutlicht werden, warum radikale Nachhaltigkeit keine Option, sondern eine Notwendigkeit ist.

Ein Abendvortrag von Felix Ekardt, wie immer bei uns im Institut oder live im stream (link in bio). Wir freuen uns auf euch!

Aktuelles Forum Philosophie: Bescheidenheit│Mittwoch, 22.04.2026, 19:00 UhrBescheidenheit ist eine Frage der Einstellung...
16/04/2026

Aktuelles Forum Philosophie: Bescheidenheit
│Mittwoch, 22.04.2026, 19:00 Uhr

Bescheidenheit ist eine Frage der Einstellung und des Handelns. Unabdingbar für Einstellungen und Handlungen sind Überzeugungen, an denen diese sich ausrichten. Aber woher kommen unsere Überzeugungen? Und sind sie – nur, weil wir eben von ihnen überzeugt sind – auch gleich die „richtigen“?

In der aktuell vorfindlichen Gemengelage diverser Krisen und Katastrophen lohnt sich die Frage nach den Selbstverständlichkeiten, die ein kollektives Handeln leiten und legitimieren und danach, wie ein verantwortungsbewusste(re)s Handeln aussehen könnte.

Mit dem „Aktuellen Forum Philosophie“ machen wir ein Angebot, durch das wir mit kurzfristig festgelegten Themen auf aktuelle Debatten in der breiten Öffentlichkeit reagieren und die aufgeworfenen Fragen praktisch-philosophisch reflektieren. Nach einem kurzen Impulsreferat bildet den Schwerpunkt der Veranstaltung eine offene Diskussion unter den Teilnehmenden.

Es handelt sich um eine reine Präsenzveranstaltung. Leitung und Impuls: Jesse Hahn

Wir freuen uns auf euch!

Gegen die epistemische Arroganz. Skeptisches Philosophieren heute │ Dienstag, 14.04.2026, 19:00 UhrDer Skeptizismus ist ...
09/04/2026

Gegen die epistemische Arroganz. Skeptisches Philosophieren heute
│ Dienstag, 14.04.2026, 19:00 Uhr

Der Skeptizismus ist vor allem als eine philosophische Position bekannt, die die Möglichkeit von Wissen radikal leugnet. Er steht dann für offenbar absurde Annahmen wie die, dass eine Außenwelt möglicherweise gar nicht existiert. Der Vortrag möchte die skeptische Philosophie dementgegen als eine gelebte Ethik vorstellen, der es darum geht, die menschliche Eitelkeit zu mäßigen und Strategien gegen Selbstgewissheit, Rechthaberei und Fanatismus zu entwickeln. Diese skeptische Ethik erweist sich in der politischen Situation der Gegenwart als erstaunlich aktuell.

Ein Abendvortrag von Lars Leeten, wie immer bei uns im Institut oder live im stream (link in bio). Wir freuen uns auf euch!

Es geht wieder los! 🤓🌷Das Programm für das kommende Sommersemester 2026 steht. Es erwarten euch spannende Abendvorträge ...
31/03/2026

Es geht wieder los! 🤓🌷

Das Programm für das kommende Sommersemester 2026 steht. Es erwarten euch spannende Abendvorträge zu aktuellen Themen – bei uns vor Ort oder im livestream – und dynamische Gesprächsformate im fiph. Die Veranstaltungen könnt ihr wie immer kostenlos und ohne Anmeldung besuchen . Ausführliche Informationen gibt es auf unserer homepage (link in bio).

Wir freuen uns auf euch!

Die utopische Gesellschaft wird oft vorgestellt als eine Gesellschaft, in der übergreifende Harmonie herrscht. Die einze...
13/02/2026

Die utopische Gesellschaft wird oft vorgestellt als eine Gesellschaft, in der übergreifende Harmonie herrscht. Die einzelnen Stimmen sind dabei – wie in einem Chor – vollkommen miteinander im Einklang. Aber wäre die Utopie nicht gerade die, in der „man ohne Angst verschieden sein kann“ (Th. W. Adorno) – in der das Verschiedene als Verschiedenes miteinander in Begegnung tritt?

In ihrem InDebate-Beitrag problematisiert Hannah Wendt harmonistische Utopievorstellungen und stellt dem Bild des Chors als Ausdruck einer perfektionierten Gesellschaft das einer Polyphonie der Stimmen entgegen.

Jetzt lesen: https://philosophie-indebate.de/polyphonie-ein-impuls/

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