Fsr Geschichte Uni Leipzig

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Die Leipziger Konsumgenossenschaft ist bis heute im Stadtbild Leipzigs und im Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner präs...
27/04/2026

Die Leipziger Konsumgenossenschaft ist bis heute im Stadtbild Leipzigs und im Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner präsent. In ihrer fast 150-jährigen Geschichte war sie weit mehr als ein Einzelhandelsunternehmen. Seit dem Kaiserreich stellte sie eine wichtige Säule der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung dar. Im Nationalsozialismus nahmen die Konsumgenossenschaften eine bemerkenswerte Sonderrolle ein. Obwohl die nationalsozialistische Partei NSDAP sie als „marxistische Brutstätten“ diffamierte, wurden sie 1933 nicht zerschlagen. Der Leipziger Konsumverein war fortan vieles zugleich: ein Ort intensiver Auseinandersetzungen zwischen demokratischer Praxis und faschistischer Umformung, ein Schutzraum für Regimegegnerinnen und -gegner, aber auch ein effizienter Betrieb im Zeichen von Krieg und Verfolgung. Schon bald nach dem Ende der NS-Diktatur wurde diese ambivalente Vergangenheit von den Machthabern in der DDR instrumentalisiert – und die Genossenschaft so zu einem Schauplatz einer weiteren, drastischen Wendung.

26/01/2026
Adventskalender des FSR Geschichte Immer montags nach Advent teilen wir eine weihnachtliche Geschichte aus den Epochen, ...
22/12/2025

Adventskalender des FSR Geschichte

Immer montags nach Advent teilen wir eine weihnachtliche Geschichte aus den Epochen, die am Historischen Seminar der Universität Leipzig gelehrt werden.

Der Adventskalender des FSR Geschichte Immer montags nach Advent teilen wir eine weihnachtliche Geschichte aus den Epoch...
01/12/2025

Der Adventskalender des FSR Geschichte

Immer montags nach Advent teilen wir eine weihnachtliche Geschichte aus den Epochen, die am Historischen Seminar der Universität Leipzig gelehrt werden.

Institutsvortrag zum Dies academicusChristopher Clark: 1848 im Rückspiegel. Resonanzen einer europäischen Revolution.Dat...
30/11/2025

Institutsvortrag zum Dies academicus
Christopher Clark: 1848 im Rückspiegel. Resonanzen einer europäischen Revolution.

Datum/Uhrzeit: 02.12.2025, 17:15 –bis 19:00 Uhr
Alte Börse - Naschmarkt 1, 04109 Leipzig

Auf einem Kalender oder einer Zeitachse betrachtet, scheinen die Ereignisse der Geschichte sich immer weiter von uns zu entfernen. Die Wahrheit ist jedoch, dass wir in einer nicht linearen Beziehung zur Vergangenheit stehen. Es gibt Momente, in denen eine Geschichte, die als abgeschlossen und in der Vergangenheit eingeschlossen galt, plötzlich in unsere Nähe rückt. Dieser Vortrag fragt nach den heutigen Resonanzen der Revolutionen von 1848/49 und des Jahrhunderts, in dem sie stattfanden.

Biographie:
Sir Christopher Clark ist Regius Professor of History an der Universität Cambridge und Fellow am St. Catharine’s College. Sein Buch “Preußen. Aufstieg und Niedergang. 1600–1947” (engl. 2006) hat den Wolfson Prize for History gewonnen. Für sein Buch “Die Schlafwandler. Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog” (engl. 2012) erhält Clark den LA Times Book Prize (History) und den Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch. Weitere Werke sind seine Biographie Kaiser Wilhelms II und “Von Zeit und Macht. Herrschaft und Geschichtsbild vom Großen Kurfürsten bis zu den Nationalsozialisten” (2018). 2023 erschien seine große Geschichte der Revolution von 1848, “Frühling der Revolution. Europa 1848/49 und der Kampf für eine neue Welt”. Für seine „Verdienste um die britisch-deutschen Beziehungen“ wurde er 2015 zum Ritter (Knight Bachelor) geschlagen. Sir Chris ist zudem Fellow der British Academy, Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern und Mitglied des Ordens Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste.

Die Veranstaltung findet am 02.12.2025, um 17.15 Uhr in den Räumen des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig, in der Alten Börse statt und bedarf keiner Voranmeldung.

Am 11. Dezember startet das 4. Kneipenquiz des FSR Geschichte, dieses mal in der Weihnachtsedition. Wir freuen uns euch ...
27/11/2025

Am 11. Dezember startet das 4. Kneipenquiz des FSR Geschichte, dieses mal in der Weihnachtsedition. Wir freuen uns euch wieder in der Moritzbastei begrüßen zu können und bringen euch allerlei (hoffentlich interessante) Fragen mit. Einlass ist um 19 Uhr, Beginn um 20 Uhr.

Stilles Vergessen. Reaktionen auf rassistische Gewalt am Beispiel von Cottbus-Sachsendorf 1992Mittwoch 12.11. 19:00 UhrE...
11/11/2025

Stilles Vergessen. Reaktionen auf rassistische Gewalt am Beispiel von Cottbus-Sachsendorf 1992
Mittwoch 12.11. 19:00 Uhr
Eintritt frei

Vortrag und Gespräch mit Linda Maily Pham (Studentin am Historischen Seminar der Universität Leipzig)
In Kooperation mit dem Historischen Seminar der Universität Leipzig
Eintritt frei

Zu Beginn der 1990er Jahre stiegen rassistisch motivierte Angriffe in Deutschland deutlich an. Der Mord an Amadeu Antonio in Eberswalde (1990) sowie rechte Pogrome in Hoyerswerda (1991) und Rostock-Lichtenhagen (1992) prägen die bundesdeutsche Erinnerung. In zahlreichen Städten griffen Radikale gezielt Geflüchtetenunterkünfte oder Unterkünfte ehemaliger Vertragsarbeitender an. Auch in Cottbus-Sachsendorf versammelten sich im August 1992 etwa 200 Menschen, um die Geflüchtetenunterkunft zu stürmen.

In ihrer Staatsexamensarbeit untersucht Linda Maily Pham die politischen und gesellschaftlichen Reaktionen auf die rechten Angriffe in Cottbus-Sachsendorf vom 29. bis 31. August 1992. Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Frage, wie lokale Politik und Zivilgesellschaft auf die Ausschreitungen reagierten und wie diese Resonanz die gesellschaftliche Wahrnehmung und Erinnerung prägten. Als Quellen analysierte Linda Maily Pham Lokalzeitungen sowie Protokolle der Stadtverordnetenversammlungen der Stadt Cottbus aus dem Jahr 1992.

Im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig zeigt Pham, dass die rassistisch motivierten Gewalttaten von Politikerinnen und Politikern häufig als individuelles, entpolitisiertes jugendliches Fehlverhalten interpretiert wurden. Betroffene der Gewalt fanden in der Berichterstattung und in politischen Reden kaum Erwähnung. Bis heute lassen sich Kontinuitäten rechter Strukturen in Cottbus erkennen, beispielsweise in der Bewegung „Zukunft Heimat“. Trotz des anhaltenden Defizits in der Erinnerungskultur der Stadt treten seit mehr als 30 Jahren aber auch zivilgesellschaftliche Initiativen in Cottbus und Brandenburg der extremen Rechten entgegen.

Liebe Alle,am Mittwoch, 29.10., findet um 17 Uhr das großartige Offene Pizzaplenum des FSR Geschichte statt. Kommt vorbe...
23/10/2025

Liebe Alle,
am Mittwoch, 29.10., findet um 17 Uhr das großartige Offene Pizzaplenum des FSR Geschichte statt. Kommt vorbei, wenn ihr schon immer wissen wolltet, was für tolle Projekte ihr im Fachschaftsrat machen könnt. Wir freuen uns über eure Teilnahme! Treffpunkt ist der Ziegenledersaal beim StuRa Büro am Hauptcampus (beim Eingang zur Mensa am Park). Es gibt Pizza und Getränke für eine kleine Spende!

Mit den liebsten Grüßen
Der beste FSR der Geschichte

Das Ghetto war ein Ort des Hungers, derZwangsarbeit und des Judenmordes. Aberwarum gab es in Deutschland zur Zeit des NS...
22/10/2025

Das Ghetto war ein Ort des Hungers, der
Zwangsarbeit und des Judenmordes. Aber
warum gab es in Deutschland zur Zeit des NS
keine Ghettos? In diesem Vortrag möchte ich
diese Frage beantworten und die Geschichte
zweier Ghettos in Kielce und Warschau
vorstellen. Für beide Ghettos möchte ich die
Unterdrückung durch die deutschen und nichtdeutschen Täter:innen und den Widerstand der
Ghettoinsass:innen greifbar machen. Während
des Vortrags werde ich immer wieder auf die
Rolle der Ghettos im Holocaust/der Shoah
eingehen.

Adresse

Beethovenstraße 15; Raumnummer GWZ H3 2. 14
Leipzig
04107

Öffnungszeiten

Dienstag 13:30 - 15:00
Mittwoch 16:00 - 17:30
Donnerstag 19:00 - 21:00

Telefon

+493419737108

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