28/04/2026
Der DJK-Sportverband Diözesanverband Münster e.V. hat sich im Seminar „Konzeptentwicklung“ von Prof. Dr. Kolja Heckes in den Masterstudiengängen Heilpädagogik/Inklusive Pädagogik und Soziale Arbeit mit einer realen Problem- bzw. Themenstellung zur Verfügung gestellt. Die Masterstudierenden entwickelten im Rahmen einer theoriegeleiteten, gleichsam praktisch orientierten Konzeptentwicklungswerkstatt Ideen und Lösungsansätze für den Träger (vertreten durch katho-Alumni Kathrin Dette, Inklusionsbeauftragte beim DJK MS). Was in der engen Zusammenarbeit mit dem DJK besonders deutlich wurde: Konzeptarbeit wird häufig intuitiv damit verbunden, Schritte und Aspekte möglichst genau zu definieren – so erwarten es etwa externe Stakeholder wie Fördergeber. Gegenüber sozialen Realitäten ist dies jedoch oft nur um den Preis möglich, dass immanente Ambivalenzen, Widersprüchlichkeiten und Spannungsverhältnisse künstlich geschlossen werden. In der Konzeptentwicklung geht es jedoch nicht darum, Kontingenzen zu beseitigen, sondern vielmehr darum, sie zu reflektieren und Handlungsfähigkeit mit Ermessensspielräumen zu gewinnen, sofern ein Konzept nicht nur als Legitimationsausweis nach außen dienen, sondern auch intern praxisstrukturierend sein soll. Ein Konzept ist daher nicht immer dann am besten, wenn es maximal erschöpfend ausdefiniert ist – manchmal ist in der Konzeptentwicklung auch eine Frage, ein Zweifel oder eine Irritation die bessere Antwort.