Institut für Neutestamentliche Textforschung - INTF

Institut für Neutestamentliche Textforschung - INTF Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von Institut für Neutestamentliche Textforschung - INTF, Hochschule und Universität, Pferdegasse 1, Münster.
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The INTF studies the textual history of the New Testament and works to reconstruct its initial Greek text based on the entire manuscript tradition, the early translations, and patristic citations.

Bei GA2754,  Münster Ms. 8, handelt es sich um eine Evangelienhandschrift aus dem 11. Jh. Erhalten sind 256 Blätter aus ...
27/04/2026

Bei GA2754, Münster Ms. 8, handelt es sich um eine Evangelienhandschrift aus dem 11. Jh. Erhalten sind 256 Blätter aus Pergament. Der Text ist einspaltig mit 25-26 Zeilen pro Seite geschrieben worden. Zu sehen sind die fol. 75v-76r. In 12 einfach ausgestalteten Kreisen wurden die Namen, die Herkunft, die Wirkungsstätte und die Martyrien der 12 Apostel eingetragen. Das dritte Bild zeigt den Beginn des Markusevangeliums.

 GA2756 aus dem  Münster. Neben dem Text (13. Jh.) in Minuskeln (Kleinbuchstaben) ist die Pergamenthandschrift mit Minia...
16/03/2026


GA2756 aus dem Münster. Neben dem Text (13. Jh.) in Minuskeln (Kleinbuchstaben) ist die Pergamenthandschrift mit Miniaturen der Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes ausgestattet. Die Miniaturen sind jünger als die eigentliche Handschrift und wurden nachträglich im 14. Jh. vor den Beginn des jeweiligen Evangeliums eingebunden. Die Evangelisten sind in typischer Darstellung gemalt, deren Ursprünge in das 10. Jh. reichen: Der jeweilige Evangelist ist stehend oder sitzend dargestellt, während er „sein“ Evangelium schreibt bzw. dem Betrachter präsentiert. Im Hintergrund sieht man als Ausschmückung oft eine Architekturabbreviation. Über den Köpfen finden sich in griechischen Buchstaben die jeweiligen Namen der Evangelisten. Die Miniaturen finden sich immer auf der verso-Seite (links), dies hängt mit dem jeweiligen Beginn des nächsten Evangeliums zusammen: Das Evangelium fängt immer auf der recto-Seite an.

Palimpsest GA0233/GAl1684Es handelt sich um ein Palimpsest: Eine Handschrift in Großbuchstaben (Majuskelschrift) aus dem...
23/02/2026

Palimpsest GA0233/GAl1684

Es handelt sich um ein Palimpsest: Eine Handschrift in Großbuchstaben (Majuskelschrift) aus dem 8. Jh. (GA0233) wurde im 13. Jh. von einem anderen Schreiber mit einer zweiten Handschrift in Minuskelschrift, einem Lektionar (GA l 1684), überschrieben. Bevor der zweite Schreiber das Lektionar schrieb, kratzte er die alte Handschrift so gut es ging ab. Er recycelte das wertvolle Pergament. Dieser Vorgang ist nicht immer gelungen, die untere Schrift ist an vielen Stellen noch zu lesen. Ein gutes Beispiel ist hier bei Folio 60 aufgeschlagen: man sieht deutlich die jüngere, obere Schrift. Bei der linken Kolumne neben der großen Initiale kann man die ältere, untere Schrift noch relativ gut erkennen. Die Textstelle der unteren Handschrift ist Matthäus 21, 30-34 (Gleichnis der ungleichen Söhne), bei der oberen Schrift handelt es sich um eine Lesung aus dem Lukasevangelium.
Da das Pergament der älteren Schrift für das neuere Lektionar nicht ausreichte, wurden Lagen von Papier angebunden und darauf geschrieben. Weder das Lektionar noch die Majuskelhandschrift (Evangelien) ist vollständig erhalten. Laut einem Eintrag in der Handschrift starb der zweite Schreiber im Jahr 1247. Aufgrund paläografischer Verweise und der Bindetechnik ist eine Herstellung im süditalienischen Raum zu vermuten.
Die Handschrift befindet sich im Münster.

Foto 1: Aufsicht
Foto 2: Detail
Foto 3: Seitenschnitt

GA1432:Es handelt sich um eine griechische Handschrift des Neuen Testaments aus dem 12./13. Jh aus dem  Erhalten sind 22...
02/02/2026

GA1432:
Es handelt sich um eine griechische Handschrift des Neuen Testaments aus dem 12./13. Jh aus dem Erhalten sind 225 Pergamentblätter mit den vier Evangelien in Minuskelschrift (Kleinbuchstaben). Die Handschrift ist in einen Holzdeckel mit dunkelbraunem Leder eingebunden. Vorder- und Rückseite des Deckels zeigen Goldprägungen mit reichhaltiger Pflanzenornamentik und szenographischen Darstellungen christlicher Kunst. Von den ehemaligen Schließen sind nur Reste erhalten.
Auf der Vorderseite wird die Bildmitte durch eine zentral ausgerichtete Raute gebildet. Innerhalb dieser Raute ist Jesus Christus am Kreuz dargestellt (sog. Kanonbild).
Über dem Kreuz befindet sich die Tafel mit der Inschrift ΙΝΒΙ (Ιησούς Ναζωραίος Βασιλεύς Ιουδαίων). Links über dem Querbalken steht in griechischen Buchstaben ΙΣ (Jesus) und XΣ (Christus) rechts über dem Querbalken. Jesus ist bis auf das Lendentuch unbekleidet dargestellt; ihn umgibt der Heiligenschein. Die Hände des Gekreuzigten sind mit jeweils einem Nagel am Querbalken befestigt. Der Körper ist vom Betrachter aus gesehen leicht nach links gedreht und erschlafft. Die Beine Jesu sind nicht übereinandergeschlagen, sondern nebeneinander hängend dargestellt. Zur Unterstützung der Füße ist ein Brett (sog. suppedaneum) am Kreuz befestigt. Die Füße sind anscheinend nicht mit einem Nagel am Kreuz angeheftet. Das Leiden Christi ist zentraler Gegenstand der Szene. Flankiert wird Jesus von zwei Personen. Die linke Person kann anhand der griechischen Inschrift als Maria, Mutter Gottes (Theotokos; Akronym: ΜΡ ΘΥ) und die zweite Person als Johannes (Hl. Johannes; Akronym: οΑ Ιω) identifiziert werden.



Fotos: Bernd Drescher

GA798Diese Minuskel-Handschrift aus dem 11. Jh. enthält die vier Evangelien. Diese Handschrift liegt an zwei Orten. Im  ...
12/01/2026

GA798

Diese Minuskel-Handschrift aus dem 11. Jh. enthält die vier Evangelien. Diese Handschrift liegt an zwei Orten. Im befinden sich das Lukas- und Johannesevangelium. Das Matthäus- und Markusevangelium wird in der Nationalbibliothek Athen aufbewahrt. Der Münsteraner Teil der Handschrift wurde mit Mitteln der Koordinierungsstelle zur Erhaltung des Schriftlichen Kulturgutes (KEK) im Bibelmuseum restauriert und der Einband rekonstruiert.

Da der ursprüngliche Einband verloren ging, waren die ersten Seiten lange ungeschützt. Deshalb ist der Beginn des Lukasevangeliums stark abgenutzt. Besser erhalten ist der Anfang des Evangeliums von Johannes, der im Inneren des Codex liegt. Der Beginn des ersten Kapitels wird durch eine kunstvolle Verzierung oberhalb des Textes hervorgehoben. Die Illustration besteht aus geometrischen und floralen Elementen, die mit roter und grüner Farbe gemalt wurden. Über dem Text steht als Kapitelüberschrift , was wörtlich übersetzt so viel wie bedeutet. Der Text selbst beginnt mit einem großen, verzierten Alpha (α). In vielen Handschriften finden sich solche betonten Initialen an Vers- oder Kapitelanfängen, die den Text gliedern und verschönern sollen. Oft sind sie in rot gehalten.

  GA2444Handschrift des 13. Jh. mit griechischem Text des Neuen Testaments. Zu sehen ist die erste Seite des Matthäuseva...
05/01/2026

GA2444
Handschrift des 13. Jh. mit griechischem Text des Neuen Testaments. Zu sehen ist die erste Seite des Matthäusevangeliums. Begonnen wird mit der Aufzählung der Vorfahren Jesu seit Abraham.

Die Handschrift des Bibelmuseums Münster ist zur Zeit als Leihgabe im Bibelhaus Frankfurt in der Dauerausstellung zu sehen.

Diese Woche waren unser Direktor Prof. Dr. Holger Strutwolf, Dr. Annette Hüffmeier und David Vasquez vom INTF bei der di...
27/11/2025

Diese Woche waren unser Direktor Prof. Dr. Holger Strutwolf, Dr. Annette Hüffmeier und David Vasquez vom INTF bei der diesjährigen Tagung der SBL in Boston, USA. Es wurde vom Stand der Arbeit an der ECM Matthäus berichtet.
Danke für spannende Tage, Einblicke, Gespräche und Diskussionen .

Das Bibelmuseum der Universität Münster, das an das INTF angegliedert ist, besitzt 22 neutestamentliche griechische Hand...
24/11/2025

Das Bibelmuseum der Universität Münster, das an das INTF angegliedert ist, besitzt 22 neutestamentliche griechische Handschriften. Zwei dieser Handschriften des 13. Jh. sind mit Miniaturen der Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes ausgestattet: GA 676 und GA2756.
GA676 gehörte einst dem englischen bibliophilen Sammler Sir Thomas Philipps (1792-1872). Sein ExLibri mit dem steigenden Löwen und seiner Sammlungsnummer ziert noch heute ein Vorblatt.
Die Miniaturen in der vorliegenden Handschrift sind jünger als die eigentliche Handschrift und wurden nachträglich im 14. Jh. vor dem Beginn des jeweiligen Evangeliums eingebunden. Es handelt sich um eine typische Darstellung, deren Ursprünge in das 10. Jh. reichen: der jeweilige Evangelist ist gemäß der Überlieferung sitzend dargestellt, während er „sein“ Evangelium schreibt. Im Hintergrund sieht man als Ausschmückung eine Architekturabbreviation. Über den Köpfen finden sich in griechischen Buchstaben die jeweiligen Namen der Evangelisten. Die Miniaturen finden sich immer auf der verso-Seite (links), dies hängt mit dem jeweiligen Beginn des nächsten Evangeliums zusammen: das Evangelium fängt immer auf der recto-Seite an.




Foto 1: Bibelmuseum
Fotos 2: Bernd Drescher
Fotos 3-4: Bibelmuseum

Did Lazarus Have One or Two Sisters? The State of the Question in John 11 and 12 - Lecture by Dr. Elizabeth Schrader Pol...
12/11/2025

Did Lazarus Have One or Two Sisters? The State of the Question in John 11 and 12 - Lecture by Dr. Elizabeth Schrader Polczer held on 16th of October 2025 at INTF.

Did Lazarus Have One or Two Sisters? The State of the Question in John 11 and 12 - Lecture by Dr. Elizabeth Schrader Polczer held on 16th of October 2025 at ...

Am 7.10.25 besuchte das Institut für Neues Testament des Fachbereichs Ev. Theologie der Universität Hamburg das INTF. Zu...
29/10/2025

Am 7.10.25 besuchte das Institut für Neues Testament des Fachbereichs Ev. Theologie der Universität Hamburg das INTF. Zu Gast waren die Professoren Prof. Dr. Martina Böhm, Prof. Dr. Eckhart David Schmidt, die Spachdozentin Dr. Christiane Krause und die wissenschaftliche Mitarbeiterin Lea Dohrmann mit einer Gruppe von Studierenden. Im INTF erhielten die Studierenden durch Prof. Dr. Holger Strutwolf Einblicke in die aktuellen Forschungen der neutestamentlichen Textkritik. Zudem konnten sie vorab einen Eindruck der neuen Sonderausstellung „Global Bible“ im Bibelmuseum gewinnen.
Danke für den Besuch!

Adresse

Pferdegasse 1
Münster
48143

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