02/06/2026
Wälder sind für den unverzichtbar. Sie spielen eine zentrale Rolle im globalen Kohlenstoffhaushalt: Die der Europäischen Union bedecken rund 40 Prozent der Landfläche und binden jährlich etwa 280 Millionen Tonnen Kohlendioxid- (CO₂-) Äquivalente. Dabei handelt es sich um eine standardisierte Maßeinheit, die die Klimawirkung verschiedener Treibhausgase vergleichbar macht. Doch diese Leistung ist rückläufig. Zwar wächst der Kohlenstoffvorrat in den Wäldern weiter, doch hat sich ihre Aufnahmekapazität zwischen 2010 und 2020 um fast ein Drittel verringert – von 466 auf 295 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente pro Jahr. Damit drohen die EU-Wälder, ihre Rolle als zentrale Kohlenstoffsenke für die europäischen Klimaziele zu verfehlen. Was genau hinter diesem Rückgang steckt, hat ein internationales Forschungsteam unter Leitung von Prof. Dr. Mana Gharun vom Institut für Landschaftsökologie in einer umfassenden Übersichtsstudie untersucht. Die zentrale Erkenntnis: Wenn verschiedene Klima- und Umweltveränderungen zusammenkommen, werden die Reaktionen der Ökosysteme häufig unvorhersehbar.
Mehr Infos findet ihr im Newsportal: https://www.uni-muenster.de/news/view.php?cmdid=15426 [de/en]
+++
A recent international study led by the University of Münster highlights that the responses of European forests to climate change are becoming increasingly complex. Therefore, whether forests will continue to function as carbon sinks in the long term depends on the interplay of multiple factors such as drought, warming, rising carbon dioxide levels, and nitrogen input.
Foto: Uni MS - JS