04/09/2026
Kann sich die Risikogruppe bei Prostatakrebs im Laufe der Zeit verändern?
Dr. med. univ. Christoph Arnold, Facharzt für Strahlentherapie und Radioonkologie am Europäischen Radiochirurgie Centrum München (ERCM), erklärt, warum eine einmal festgelegte Risikoeinstufung nicht immer dauerhaft bestehen bleibt.
Ein Beispiel: Liegt ein Prostatakarzinom zunächst mit einem Gleason-Score von 6 und einem PSA-Wert unter 10 vor, kann es der Niedrigrisikogruppe zugeordnet werden. Entscheidet sich ein Patient in dieser Situation für eine aktive Überwachung, werden die relevanten Werte im weiteren Verlauf regelmäßig kontrolliert.
Steigt der PSA-Wert beispielsweise über 10 oder ergibt eine erneute Gewebeentnahme einen Gleason-Score von 7, ist eine neue Risikoeinteilung erforderlich.
Das Karzinom kann dann nicht mehr der Niedrigrisikogruppe, sondern der mittleren Risikogruppe zugeordnet werden.
Prostatakrebs