Initiative für Gute Arbeit

Initiative für Gute Arbeit Die Initiative für Gute Arbeit ist eine Arbeitgebermarke, mit der ein Konzept von zukunftsorientier Gute Arbeit liegt uns am Herzen! Ein Kommentar von Prof.
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INITIATIVE FÜR GUTE ARBEIT·

Mitarbeitergewinnung und Mitarbeiterbindung aktiv gestalten

Die Herausforderung
Der Mangel an Fachkräften ist heute der wichtigste Begrenzungsfaktor für Unternehmen in allen Branchen. Wie gewinne ich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und wie kann ich diese ans Unter­nehmen binden, das sind zentrale unternehmerische Herausforderungen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter we

rden zur wertvollen Ressource und zugleich sind attraktive Unternehmen bei der jungen Generation besonders begehrt. Der richtige Zeitpunkt für die Initiative für Gute Arbeit, die künftig Top-Arbeitgeber mit einem Siegel sichtbar machen will. Wie entstand die Idee zur Initiative für Gute Arbeit? Wenn das Problem und die Lösung gleichzeitig in den Blick kommen, dann findet sich auch der Weg dazwischen. Martin Thieme-Hack in der Neuen Landschaft vom November 2016 beschrieb das Problem sehr anschaulich: „Bei keinem Thema drückt im Moment der Schuh so sehr wie bei der Frage nach neuen Mitarbeitern. Bei uns an der Hochschule kom­men die Stellenangebote fast täglich, meist verbunden mit einem Anruf und der Bitte, ob der Pro­fessor nicht positiv Einfluss nehmen kann, damit sich überhaupt jemand bewirbt.“ Die Lösung hat zeitgleich Wolfgang Kawollek mit seiner Studie in der TASPO am 18.11.2016 serviert: „Deshalb sind die Unternehmen und ihre Verbände im Kampf um Nachwuchs und Talente gefordert, sich als wirklich gute Arbeitgeber zu profilieren.“
Den Weg dazwischen weisen uns die sieben Jahre Erfahrung mit der Initiative für Ausbildung: ein klares Konzept mit 12 Kriterien, die beschreiben, was zu einer guten Ausbildung gehört, ver­bun­den mit einem stringenten Marketingkonzept, einer ansprechenden Website und dem Siegel Top-Ausbildungsbetrieb. Nicht zuletzt ist der persönliche Austausch bei Ausbilderworkshops und Un­ter­nehmenstagen sehr wertvoll für die Unternehmen, um die eigene Ausbildungspraxis nachhaltig voranzubringen. Was in der Ausbildung für mehr als 100 Betriebe seit Jahren erfolgreich funk­tio­niert, kann nun mit erweiterten Inhalten und angepasstem Konzept auch bei der Mitarbeiter­ge­winnung und Mitarbeiterbindung der Weg zur Lösung sein.

„Vorne ist immer Platz!“
Diese Aussage von Rennfahrer Michael Schumacher mag zunächst ein wenig überheblich klingen. Wenn man sich das aber bildlich in einem Formel-1-Rennen vorstellt, wird schnell klar, dass es sich lohnen kann, vorne dabei zu sein. Es ist schlicht eine unternehmerische Ent­schei­dung, ob ich zum hinteren Drittel gehöre – beim Thema Mitarbeiterorientierung sind das die­je­ni­gen, die das Thema noch gar nicht auf der Agenda haben. Oder ob ich zum mittleren Drittel ge­höre – das sind die Unternehmen, die das Thema schon als wichtig identifiziert haben, aber noch keine Zeit finden, sich der Aufgabe zu widmen. Oder ob ich zum vorderen Drittel gehöre – das sind die Betriebe, die das Thema auf der Agenda haben und sich aktiv darum kümmern. Genauso wie die Initiative für Ausbildung ist deshalb auch die Initiative für Gute Arbeit eine Un­ter­nehmerinitiative. Das bedeutet, dass ich nicht darauf warte, bis jemand anderes für mich die pas­senden Rahmenbedingungen schafft oder gar Mitarbeiter am Hoftor anliefert, sondern dass ich in meinem eigenen Unternehmen einen Prozess in Gang setze, der darauf abzielt, „ein wirklich at­trak­tiver Arbeitgeber zu sein“. Warum ist es so chancenreich, sich auf diesen Weg zu begeben? Zwei Gründe möchte ich aufzeigen: Quer durch alle Branchen sind die Erfahrungen, die Mit­arbeiterinnen und Mitarbeiter machen, recht durchwachsen. Sie reichen von Begeisterung über „passt schon“ bis zu Enttäuschung und physischem oder psychischem Verschleiß. Die im März 2017 neu aufgelegte Gallup-Studie weist darauf hin, dass „schlechte Führung die deutsche Volks­wirtschaft jährlich bis zu 105 Milliarden Euro kostet“. Es gibt hier also Luft nach oben. Der zweite Grund liegt darin, dass es zwar einen Wettbewerb um die Arbeitskräfte gibt. Aber viele Unter­nehmen haben noch nicht erkannt, dass es eigentlich um einen ganz anderen Wettbewerb geht. Es geht um den Wettbewerb, ein „wirklich attraktiver Arbeitgeber“ zu sein. An diesem Punkt ent­scheidet sich der Erfolg im „war for talents“, denn genau das ist die Anforderung, mit der talen­tierte Nachwuchskräfte, aber auch erfahrene Facharbeiter schon heute auf Jobsuche gehen. Was ist gute Arbeit – wissenschaftliche Grundlagen der IFGA
Für die 2006 veröffentlichte Studie „Was ist gute Arbeit?“ fragte das Team um die Soziologin Tatjana Fuchs 5400 Erwerbstätige nach ihren Wünschen und Erfahrungen. Ein festes und ver­lässliches Einkommen stand hier ganz oben auf der Liste, aber auch die Behandlung „als Mensch“ durch Vorgesetzte und die Förderung der Kollegialität. Weiterhin waren den befragten Personen abwechslungsreiche Tätigkeiten wichtig, Anerkennung und Kritik, verantwortungsvolle Arbeits­aufgaben und die Möglichkeit, sich persönlich weiterzuentwickeln. Die Gallup GmbH veröffentlicht jährlich die meistbeachtete Studie zur Mitarbeitermotivation und ‑bindung in Deutschland. In der Auflistung, was Arbeitnehmer von ihrem Unternehmen er­warten, steht ganz oben: Sicherheit des Arbeitsplatzes, Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben sowie die Möglichkeit, das zu tun, was man richtig gut kann. Für ihre Studie an der Harvard University werteten Teresa Amabile und Steven Kramer 12 000 Fragebögen aus, auf denen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über ihr Erleben im Arbeitsalltag be­richteten. Das Ergebnis: Es gibt positive und negative Faktoren, die unser Erleben bei der Ar­beit beeinflussen. Positive Faktorensind: 1. Erfolg und Fortschritt bei einer bedeutsamen Aufgabe; 2. Ressourcen und Unterstützung, die ich für meine Arbeit bekomme; 3. Respekt, Ermutigung und jede Form von emotionaler Unterstützung, die ich erfahre. Negative Faktoren sind: 1. Rück­schlä­ge und Misserfolg bei einer bedeutsamen Aufgabe; 2. Hindernisse und negative Ereignisse; 3. ne­gative Impulse und Ereignisse auf der zwischenmenschlichen Ebene. Das, was Menschen weit­aus am meisten motiviert und positiv beeinflusst, ist der erste Punkt: Erfolg bei einer bedeutsamen Aufgabe. Als guter Arbeitgeber unterstütze ich aktiv die positive Seite durch Freiräume für per­sön­liche Erfolge, die Bereitstellung von Ressourcen und durch Anerkennung und Wertschätzung. Die IFGA – Maßstab für Top-Arbeitgeber
Wie man es dreht und wendet, jedes Unternehmen hat heute die Aufgabe, sich als attraktiver Arbeitgeber zu profilieren. Das heißt zunächst einmal: Wir haben das Thema verstanden und machen uns auf den Weg. Es ist ein Prozess, bei dem man vorankommt und Erfolge erzielt, aber nie abschließend fertig wird. Umso wichtiger sind die 12 Kriterien, die unter den Überschriften Sicherheit, Wertschätzung, Verbundenheit, Freiheit und Entwicklung die wichtigsten Punkte zu­sam­menfassen, die Gute Arbeit ausmachen. Die IFGA ist eine Arbeitgeber­marke, mit der ein Konzept von zukunftsorientierter Arbeit beschrieben und gemeinsam weiter­entwickelt wird. Die teilnehmenden Betriebe halten in einer jährlich durchgeführten Evaluation fest, wie sie die ein­zelnen Punkte in ihrem Unternehmen umsetzen. Nur so kann der hohe Qualitäts­standard des Siegels Top-Arbeitgebernachvollziehbar erreicht werden. Um voranzukommen, ist der Austausch mit anderen Unternehmen besonders wertvoll. Neben dem Unternehmenstag, der gemeinsam mit der Initiative für Ausbildung stattfindet, gibt es bei der IFGA regionale Austauschforen, bei denen sich die Top-Arbeitgeber branchenübergreifend aus­tauschen und gemeinsam vorankommen. Die Website der IFGA dient als Plattform, um Personen aus dem Unternehmen vorzustellen und das Recruiting zu unterstützen. Das Siegel Top-Arbeitgeber
Das Siegel Top-Arbeitgeber macht die bewusste Unternehmensentscheidung für eine hohe Mit­arbeiterattraktivität nach außen sichtbar. Der Diamant kann von zwei Seiten betrachtet werden. Er steht sowohl für das gute Unternehmen, das er sichtbar macht, als auch für die Mitarbeiter, die wichtig sind und in besonderem Maße wertgeschätzt werden. Sie können dabei sein, als Mitglied der Initiative für Gute Arbeit.

„Jeder will gute Mitarbeiter – aber gute Mitarbeiter wollen nicht zu jedem!“
Bernd Rose, Techniker Garten- und Landschaftsbau
Packen wir es an! Den Infoflyer mit den 12 Kriterien sowie aktuelle Termine finden Sie unter
www.initiative-fuer-gute-arbeit.de.

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