Netzwerk Kindertagespflege NRW

Netzwerk Kindertagespflege NRW Das Netzwerk KTP NRW ist ein loser Zusammenschluss (kein Verein) von Vertreter*innen der Kindertagespflege aus aktuell 102 Kommunen in NRW.

Ausführliche Informationen findet Ihr auf unserer Homepage unter www.netzwerk-ktp-nrw.de

*Als Sachverständige im Landtag NRW*Heute waren unsere Sprecherinnen Tanja Böttcher und Andrea Wahl als Sachverständige ...
03/03/2026

*Als Sachverständige im Landtag NRW*

Heute waren unsere Sprecherinnen Tanja Böttcher und Andrea Wahl als Sachverständige in den Landtag NRW eingeladen.
Bei einer Anhörung des Ausschusses für Familie, Kinder und Jugend zum Antrag der FDP-Landtagsfraktion NRW "Stabile Kindertagespflege für NRW: Verlässliche Betreuung, faire Bedingungen, sichere Perspektiven" kamen viele Akteure der Kindertagespflege zu Wort.

Es ging unter anderem um folgende Themen:

- Rückgang der Kindertagespflege in NRW und die Ursachen

- Problematik des U3-Ausbaus und fehlender Plätze für 3-Jährige vielerorts in Kitas aufgrund falscher Finanzierungsanreize im KiBiz

- Sicherstellung von Kinderschutz in der Kindertagespflege

- Verstöße einiger Kommunen gegen Paragraph 24 KiBiz

Zum letzten Punkt müssen wir leider feststellen, dass es trotz uns gegenüber schriftlich von den Kommunen bestätigter Rechtsverstöße offenbar bisher keine Sanktionen gibt.
Es wurde seitens LVR und LWL "geprüft" und die rechtlichen Zuwiderhandlungen hätten sich nicht "bestätigt".
Da diese Verstöße allerdings nachweislich existieren, sollte dringend die "Prüfung" als solche optimiert werden.

Die meisten Rechtsverletzungen der Kommunen gibt es nach wie vor beim Punkt Vertretung - mit vollständig fehlender Vertretungslösung vor Ort.
Hinzu kommen Kommunen mit nicht praktikablen Vertretungslösungen, die lediglich auf Papier existieren. Diese zählen wir jedoch nicht als Verstöße.

Solange die Landesregierung nicht konsequenter nachforscht und Rechtsbrüche toleriert, wird sich am Vorgehen einzelner Kommunen leider nichts ändern.

Wir bedanken uns für die Einladung und hoffen weiterhin auf intensiven Austausch - im Sinne der Kindertagespflege, der Familien und der Kinder.

Diese Problematik kennen wir aus vielen Kommunen in NRW...Falsche Finanzierungsanreize des Landes führen zu einem massiv...
02/03/2026

Diese Problematik kennen wir aus vielen Kommunen in NRW...
Falsche Finanzierungsanreize des Landes führen zu einem massiven Ausbau der U3-Plätze in Kitas. Mit der Folge, dass die Plätze für Kinder über 3 Jahren durch die Kinder aus den kitaeigenen U3-Gruppen belegt werden.
So stehen kaum noch Plätze für Kinder ab 3 Jahren zur Verfügung, die bis dahin noch nicht in der Kita waren.
Eltern stehen unter Druck, Kinder werden mit 2 Jahren aus stabilen Betreuungsverhältnissen gerissen, Plätze in Kindertagespflegestellen bleiben unbesetzt. Die Eltern können ihr Wunsch- und Wahlrecht de facto nicht mehr ausüben.

***Anhörung im Landtag NRW zum Thema Kindertagespflege ***Am 03. März sind wir für das Netzwerk Kindertagespflege NRW al...
17/02/2026

***Anhörung im Landtag NRW zum Thema Kindertagespflege ***

Am 03. März sind wir für das Netzwerk Kindertagespflege NRW als Sachverständige zu einer Anhörung des Ausschusses für Familie, Kinder und Jugend zu einem Antrag der FDP-Landtagsfraktion NRW eingeladen.

Wir durften bis 17.02. vorab eine schriftliche Stellungnahme einreichen, wovon wir gerne Gebrauch gemacht haben.
Wir werden im Anschluss an die Anhörung weiter berichten - werft gerne schon mal einen Blick auf unsere Stellungnahme:

https://opal.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMST18-3448.pdf

Yvonne Gebauer Dennis Maelzer Verena Schäffer MdL Jens Kamieth MdL

Der Referentenentwurf für die KiBiz-Novellierung 2027/2028 enthält viele untragbare Aspekte für Kitas in NRW. Der Paritä...
20/01/2026

Der Referentenentwurf für die KiBiz-Novellierung 2027/2028 enthält viele untragbare Aspekte für Kitas in NRW. Der Paritätische hat daher eine Petition gestartet - unterschreibt und unterstützt damit die pädagogischen Fachkräfte in den Kitas!

‼️Jetzt unterschreiben: Kitas retten – KiBiz NRW besser machen!‼️

Die Reform des Kinderbildungsgesetzes NRW (KiBiz) war mehr als überfällig, doch der im Dezember vom NRW-Familienministerium (CChancen NRW vorgelegte Referentenentwurf droht vieles schlechter zu machen und wenig besser. Doch noch kann die Landesregierung (lland.nrw etwas ändern: Am 27. Januar 2026 wird der Referentenentwurf ins Kabinett eingebracht – und so wie er ist, darf er es nicht wieder verlassen!

Ohne Korrekturen am Gesetzesentwurf drohen Schließungen und massive Qualitätseinbußen in der Kindertagesbetreuung in NRW. Bestehende Probleme werden zulasten von Trägern, Fachkräften und Familien weiter verschärft.

Wir fordern die Landesregierung deshalb auf, den Gesetzentwurf grundlegend nachzubessern, Planungssicherheit zu gewährleisten und die Trägervielfalt sowie die Qualität frühkindlicher Bildung nachhaltig zu sichern. Ihr unterstützt das? Dann freuen wir uns auf eure digitale Unterschrift, hier könnt ihr unsere Botschaft an Familienministerin Josefine Paulunterstützen: https://weact.campact.de/petitions/kitas-retten-kinderbildungsgesetz-nrw-besser-machen

Und wie immer gilt: sharing is caring… Bitte mit allen Kräften teilen, über eure Newsletter oder Websites verbreiten. Sharepics findet ihr ebenso wie die fachlichen Stellungnahmen im Detail auf unserer Internetseite: www.paritaet-nrw.org/service/presse/pressemeldung-petition-zur-reform-des-kinderbildungsgesetzes-nrw

Info für alle Kolleginnen und Kollegen aus NRW mit schulpflichtigen Kindern.
11/01/2026

Info für alle Kolleginnen und Kollegen aus NRW mit schulpflichtigen Kindern.

⚠️ ❄️ Kein Präsenzunterricht am Montag wegen Glättegefahr ❄️ ⚠️

Aufgrund einer amtlichen landesweiten Vorab-Unwetterwarnung findet am Montag, den 12. Januar 2026, für die Schülerinnen und Schüler in NRW kein Präsenzunterricht statt.

➡️ Die Schulen in NRW wechseln in den im Erlass vorgesehenen Distanzunterricht. 💻
➡️ Schülerinnen und Schüler, die trotz der Anordnung zum ausfallenden Präsenzunterricht in die Schulen kommen, erhalten dort eine angemessene Betreuung.

Grund für die Entscheidung ist eine amtliche landesweite Vorab-Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes vom 11. Januar 2026:
Für den Montagmorgen wird überall im Bundesland Regen erwartet, der aufgrund der kalten Temperaturen auf Straßen und Böden gefrieren und flächendeckend Glätte ❄️ verursachen wird.

💬 „Die Gesundheit und Sicherheit unserer Schülerinnen und Schüler haben für uns oberste Priorität. Deshalb haben wir uns zu diesem Schritt entschieden“, erläuterte Schulministerin Dorothee Feller. „Wir haben die Entscheidung zur Aussetzung des Präsenzunterrichts bereits auf der Grundlage der landesweiten Vorabwarnung getroffen, damit wir die Schulen, Eltern und Kinder so früh wie möglich informieren konnten.“

Mit einer endgültigen amtlichen Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes ist erst spät am heutigen Tag zu rechnen.

Die Schulen wurden heute per Mail informiert. Die Bezirksregierungen begleiten die Umsetzung und stehen als Ansprechpartner zur Verfügung.

ℹ Weitere Informationen gibt es hier:
🔗 https://www.schulministerium.nrw/presse/pressemitteilungen/montag-kein-praesenzunterricht-wegen-glaettegefahr-11-01-2026

ℹ Die Regelungen für den Unterricht basieren auf dem Erlass „Regelungen zu schulischen Maßnahmen bei Unwetterwarnungen und extremen Wetter-Ereignissen“.

Mit 1,5 Jahren Verspätung hat das Familienministerium NRW kurz vor Weihnachten endlich den lang erwarteten Referentenent...
11/01/2026

Mit 1,5 Jahren Verspätung hat das Familienministerium NRW kurz vor Weihnachten endlich den lang erwarteten Referentenentwurf zur KiBiz-Novellierung veröffentlicht.
Das aktualisierte Gesetz soll 2027 (statt wie ursprünglich geplant 2026) in Kraft treten.

Die Verbände und Organisationen haben bis Mitte Januar Zeit, eine Stellungnahme zum Entwurf abzugeben - was aufgrund der Feiertage denkbar kurz ist.

Dennoch haben wir uns als Netzwerk die Zeit genommen, zu den wichtigsten Punkten die Kindertagespflege betreffend Stellung zu nehmen.

Wir konnten dem Referentenentwurf einige Verbesserungen entnehmen, wie beispielsweise eine deutlichere Formulierung bezüglich der Vertretung und der Vergütung während der Eingewöhnungszeit. Positiv bewerten wir zudem eine rechtsverbindliche Erklärung statt eines einfachen Verwendungsnachweises für die Kommunen bei Inanspruchnahme von Landesmitteln gemäß Paragraph 24. Auch die Aufbauqualifizierung QHB 160plus soll künftig durch das Land bezuschusst werden.

Trotz der Verbesserungen bleibt allerdings viel Luft bei einigen Paragraphen für Optimierung im Bereich Kindertagespflege nach oben, wenn wir in der frühkindlichen Bildung zukunftsfähig aufgestellt sein wollen.
Die von uns prioritär benannten Punkte findet ihr anbei in unserer Stellungnahme, die wir dem Ministerium übersandt haben:

Kindertagespflege lebt von Verantwortung, Fachlichkeit und Vertrauen. Was uns in vielen Kommunen zunehmend lähmt, ist ei...
16/12/2025

Kindertagespflege lebt von Verantwortung, Fachlichkeit und Vertrauen. Was uns in vielen Kommunen zunehmend lähmt, ist eine ausufernde Bürokratie.
Stundenzettel für jedes einzelne Kind, ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ab dem ersten Tag, immer neue Nachweise und Kontrollen. Das bindet Zeit, die uns für die Kinder fehlt. Zudem kostet die Kontrolle durch die Verwaltung Gelder, Zeit und Ressourcen, die im Bereich der frühkindlichen Bildung sinnvoller eingesetzt werden könnten.
Es geht uns explizit nicht um eine Einschränkung der Qualitätssicherung, sondern um unnötige Überwachung und Bevormundung.
Wer Kindertagespflege ernst nimmt, muss Bürokratie abbauen, statt weiter aufzublähen.

Die Bundesregierung hat ein Meldeportal gegen überbordende Bürokratie gestartet.
Unter

https://einfach-machen.gov.de

können BürgerInnen und Unternehmen unnötigen Papierkram und übermäßige Dokumentationspflichten melden und konkrete Verbesserungsvorschläge einreichen.
Die Rückmeldungen sollen genutzt werden, um Vorschriften gezielt zu verschlanken. Das Portal befindet sich derzeit in einer Beta-Version.

Das neue Meldeportal der Bundesregierung ist eine Chance, den Wahnsinn überbordender Bürokratie sichtbar zu machen. Nutzt es!

*** Landesmittel in mehrfacher 2-stelliger Millionenhöhe (finanziert durch Steuergelder) werden jährlich von den Kommune...
21/11/2025

*** Landesmittel in mehrfacher 2-stelliger Millionenhöhe (finanziert durch Steuergelder) werden jährlich von den Kommunen in NRW zu Unrecht empfangen - und das Land interessiert sich nicht dafür. ***

Bereits seit dem Jahr 2022 legt das Netzwerk Kindertagespflege NRW dar, wie viele Jugendamtsbereiche in NRW sich nicht an die gesetzlichen Vorgaben des Paragraph 24 KiBiz halten:
Es fehlen Vertretungslösungen, die laufende Geldleistung wird nicht durchgehend bei vorübergehender Abwesenheit des Kindes gewährt, die Förderung findet nicht auf Basis der vertraglich vereinbarten Betreuungsstunden statt, uvm.

Dennoch erhalten alle Jugendamtsbezirke Landesmittel, die gesetzlich an diese Vorgaben geknüpft sind.
Das Erstaunliche: Es gab offenbar keine standhafte Prüfung der Einhaltung dieser Vorgaben, das Ministerium kann auf Anfrage der SPD NRW keinerlei Angaben zu Geldern machen, die von den Kommunen aufgrund der Nichtbeachtung gesetzlicher Vorgaben zurückerstattet werden mussten. Bleibt zu vermuten, dass nie auch nur eine einzige Rückzahlung erfolgt ist.

Eine Petition von uns zur Überprüfung des Sachverhaltes wurde abgelehnt.

Aber wir bleiben hartnäckig und lassen uns nicht abwimmeln, unsere nächsten Schritte sind in Bearbeitung.
Auch die Medien werden auf unsere Situation aufmerksam - RP online hat diese Woche einen Artikel dazu veröffentlicht:

https://rp-online.de/nrw/landespolitik/tageseltern-klagen-ueber-unfaire-bedingungen-in-nrw_aid-138016255

Und auch Sat1 NRW hat unser Thema aufgegriffen - schaut mal rein, ein sehr gelungener Beitrag:

https://www.sat1nrw.de/aktuell/alarmruf-der-tagespflege-kommunen-sollen-vorgaben-missachten-263974

Kommentiert gerne direkt auf der Seite von Sat1, welche Vorgaben in Eurer Kommune in NRW nicht eingehalten werden, um unser Problem sichtbar zu machen.

Tagesmütter und -väter in NRW schlagen Alarm: Viele Kommunen sollen gesetzliche Vorgaben ignorieren – fehlende Vertretungsregeln, gekürzte Zahlungen, jede Menge Unsicherheit. Für Eltern bedeutet das: Betreuungsausfall. Für die Tagespflegepersonen: Existenzdruck.
👉 Sind Tageseltern bei uns zu schlecht geschützt?

*** Petition zur Aktivrente für Selbstständige***  Die Bundesregierung plant zum 01.01.26 die Einführung der Aktivrente....
16/10/2025

*** Petition zur Aktivrente für Selbstständige***
Die Bundesregierung plant zum 01.01.26 die Einführung der Aktivrente. Bedeutet: Wer die Regelaltersgrenze (66 Jahre und vier Monate) überschreitet, soll künftig 2.000 Euro pro Monat steuerfrei dazuverdienen können. Damit soll ein positiver Anreiz gesetzt werden, länger zu arbeiten.

Allerdings soll diese Steuervergünstigung nur für Angestellte gelten, Selbstständige sind bislang nicht berücksichtigt - da sie "ja ohnehin weiterarbeiten würden", heißt es im aktuellen Gesetzesentwurf zur Aktivrente vom 09.10.2025. Selbstständige Kindertagespflegepersonen wären somit nicht von der Steuervergünstigung betroffen - obwohl wir ebenso rentenversicherungspflichtig sind wie Angestellte!! Das darf auf gar keinen Fall passieren - daher unterzeichnet und teilt bitte die Petition, damit auch wir als selbstständige Kindertagespflegepersonen von der Aktivrente profitieren!

Wir freuen uns, wenn du zeigst, dass du die Petition für eine faire Aktivrente unterstützt!

Selbstständige werden bei der geplanten Aktivrente bislang ausgeschlossen, das darf nicht so bleiben.

📣 Teile dieses Bild, setze ein sichtbares Zeichen und motiviere andere, ebenfalls zu unterschreiben. Hier kannst du unterzeichnen: www.openpetition.de/aktivrente

Jede Stimme zählt – gemeinsam sorgen wir für mehr Gerechtigkeit für Selbstständige!

*Anfrage der SPD NRW*Der familienpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion NRW, Dr. Dennis Maelzer, hat eine Anfrage ...
13/10/2025

*Anfrage der SPD NRW*

Der familienpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion NRW, Dr. Dennis Maelzer, hat eine Anfrage gestellt, die wir sehr begrüßen.
Zu viele Kommunen erfüllen die gesetzlichen Vorgaben des Paragraph 24 nicht, nehmen aber dennoch die zugehörigen Landesmittel in Anspruch.

Unsere Anfragen diesbezüglich in den vergangenen Jahren an das Ministerium blieben wirkungslos und sogar unsere Petition zu dem Thema wurde abgelehnt. Zu Lasten der Kindertagespflegepersonen, Familien und Kinder in NRW.

Nun MUSS eine Antwort durch das Familienministerium erfolgen. Auch wenn wir die Antwort vermutlich bereits kennen, wird die Formulierung mit Spannung erwartet.

Anbei findet ihr die Anfrage:

https://opal.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD18-16029.pdf

*** Worte zum Nachdenken ***Heute Abend erreichte uns im Messenger die Nachricht einer (ehemaligen) Kollegin aus NRW.Ihr...
10/10/2025

*** Worte zum Nachdenken ***
Heute Abend erreichte uns im Messenger die Nachricht einer (ehemaligen) Kollegin aus NRW.
Ihre Worte haben uns tief berührt und mit ihrem Einverständnis möchten wir sie mit euch teilen.
Solche Erfahrungswerte erreichen uns regelmäßig, es ist ein systemisches Problem.

Daher unser Appell an alle pädagogischen Fachkräfte, egal in welcher Betreuungsform: Eure Empathie zählt, für jedes einzelne Kind!! ❤️
Es gibt kein "das muss sich daran gewöhnen ", "auf den Schoss nehmen ist übergriffig" oder "damit verwöhnen wir es nur".
Bindung, Geborgenheit, Sicherheit und körperliche Nähe sind schlicht und ergreifend Grundbedürfnisse der Kinder. Mit gravierenden Folgen für die weitere Entwicklung, falls diese Bedürfnisse nicht erfüllt werden.

Viele Kindertagespflegepersonen geben derzeit auf und beenden ihre Tätigkeit. Die Landesregierung NRW geht nicht auf vorhandene Problematiken ein und findet beschwichtigende Worte - immer mit dem Hinweis auf die "Individualität" der Kindertagespflege im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung.
Bald ist von dieser "Individualität" nicht mehr viel übrig - aber wir geben nicht auf. Noch nicht!! 💪

Anbei die Worte, die allen ans Herz gehen sollten:

"Ich schreibe diese Zeilen mit einem schweren Herzen und gleichzeitig mit tiefer Dankbarkeit.

Ich gehöre zu denen, die die Kindertagespflege aufgegeben haben. Der Druck, die Angst, dass Plätze unbesetzt bleiben, die ständige Belastung all das hat mich psychisch so sehr getroffen, dass ich mir Hilfe suchen musste. Der letzte Tag war voller Tränen. Doch die Entscheidung war notwendig, um wieder Kraft zu finden.

Weil ich weiterhin mit Kindern arbeiten wollte, habe ich den Weg in die Kita gewählt. Eigentlich arbeite ich im Ü3-Bereich, doch diese Woche half ich im U3-Bereich aus und dort habe ich noch einmal ganz deutlich gespürt, wie wertvoll und unverzichtbar die Kindertagespflege ist.

Ein Beispiel: Ein 13/14 Monate altes Kind in Eingewöhnung, das Nähe brauchte. Es wollte kurz auf den Arm, fand dann wieder den Weg ins Spiel. Die Ansage lautete: „Auf den Arm nehmen gibt es nicht, das Kind muss das lernen.“
Wie weh tat es mir, das zu hören. Wie sehr wünsche ich mir, dass diese Kinder in die Kindertagespflege dürfen, wo Bindung und Geborgenheit selbstverständlich sind!

Ich konnte nicht anders, ich nahm ihn auf den Schoß. Für mich war es richtig auch wenn ich weiß, dass ich mir dadurch vielleicht Ärger einhandle.

Trotz allem: Ich bin dankbar. Dankbar für euch und all die Kindertagespflegepersonen, die immer noch kämpfen, die sich einsetzen, die nicht müde werden, für die Kleinsten das Beste zu geben. Auch wenn ich selbst nicht mehr in diesem Feld arbeite, bete ich, dass ihr eure Kraft nicht verliert und dass die Kindertagespflege die Anerkennung und Unterstützung bekommt, die sie so dringend verdient.

Ihr seid wichtig.
Für die Kinder. Für die Familien. Für unsere Gesellschaft.

Danke. ❤️"

Das Landeskabinett NRW hat am Dienstag, den 30. September ein Eckpunktepapier für eine Reform des Kinderbildungsgesetzes...
09/10/2025

Das Landeskabinett NRW hat am Dienstag, den 30. September ein Eckpunktepapier für eine Reform des Kinderbildungsgesetzes beschlossen.
Kindertagespflege findet darin inhaltlich kaum Erwähnung, dennoch ist die Zukunft der Kindertagespflege in NRW durch die Finanzierungssystematik für Ü3 und U3 Plätze in Kitas stark vom Inhalt betroffen.

Das Netzwerk Kindertagespflege NRW hat daher heute eine Stellungnahme zum Eckpunktepapier an Ministerpräsident Hendrik Wüst, Familienministerin Josefine Paul und die familienpolitischen SprecherInnen versendet.

Anbei findet ihr unsere Stellungnahme, unter folgendem Link erhaltet ihr zudem das Eckpunktepapier, die zugehörige Pressemitteilung und die Stellungnahme als PDF-Datei:

Eckpunktepapier und Stellungnahme
https://mega.nz/folder/xlImCDDB -g

Adresse

Gammersbacher Weg 47
Rösrath
51503

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