11/03/2024
Am vergangenen Freitag fand die Präsentation der Ergebnisse der Intensivwoche unter Dozentin Sarah Lehnert statt.
Die Studierenden setzten sich mit dem Thema „Heimat“ eine Woche lang auseinander. Die einen verbanden Heimat mit Geräuschen, die anderen mit spirituellen Quellen und wieder andere mit Familie oder ihrer direkten Umgebung.
Die Arbeit von Matthias Lenz beispielsweise, spielt mit den klassischen Klischees des Heimatbegriffs und führt diese durch die Größe des Raums ad absurdum. Erlaubt ist nur eine eingeschränkte Sicht nach außen auf die Welt, aber auch für den Außenstehenden nur einen unvollständigen Blick in diese Heimat. Der „Heimat Wachtturm“ grenzt durch seine Dimensionen auch Menschen mit anderer Physiognomie als dem Besitz der Heimat aus.
Da der Turm mobil ist, lässt sich die Sichtweise und die Verortung beliebig verändern ohne dass sich das Interior ändert. Benutzer sind deshalb auch aufgefordert, Ihre Gedanken an die Wände innen und außen des Turms zu schreiben.
Neben ihm orientiert sich Kevin Conda an buddhistische Gebetsmühlen und kreiert eine eigene, ganz persönliche Version davon. Kleine Illustrationen stehen, anstelle von Gebetssprüchen, symbolisch für den Alltag von ihm selbst. Jeder kann so selbst an den Mühlen drehen und in die Heimat des Künstlers eintauchen.
Neben der Arbeit von Theresa Starkl, die Heimat als Schutzraum sieht und Gegenstände aus der Kindheit stark mit Heimat verbindet, setzt sich Annette Pfannenschwarz mit Heimat ganz anders auseinander. Sie hat, neben einer Soundinstallation, Gehörtes in Bild übersetzt.
Sie beschreibt Heimat in Hinblick auf ihre Arbeit in etwa so: „Im Heute ist vieles im Wandel, da geht Vertrautes oft verloren, vor allem im Sichtbaren. Doch was immer wieder kehrt sind Töne aus dem vertrauten Alltag und der Natur. Sie umgeben einen angenehm, beschwingen das Gemüt und ordnen die Gedanken. Sie sind eine andere Art von Heimat, immer wieder kehrend, für jeden fassbar – wenn es die Aufmerksamkeit zulässt.“
Jona Link setzt sich entgegen dem Gehörtem mit Gesehenem auseinander. Oder wohl besser formuliert: dem Gesehenen das bereits zu schwinden beginnt und uns somit nur noch schemenhaft erscheint.
Man sieht also anhand von diesen Einblicken, was „Heimat“ alles sein kann und wie vielseitig die Wahrnehmung über Heimat ist.
Was ist für Euch „Heimat“?
Schreibt es gerne in die Kommentare👇