2G13 20 Jahre Fakultät Gestaltung an der Bauhaus-Universität Weimar: Festwoche vom 19. - 24. November 2013 in Weimar und die Online-Debatte unter

Das an der Fakultät Gestaltung praktizierte »Weimarer Modell« mit seiner Fokussierung auf ein praxisorientiertes Projektstudium wurde 1993 durch bewusst und unbewusst künstlerische Zugänge neu in die Bauhaus-Universität Weimar (ehemals Hochschule für Architektur und Bauwesen) eingesetzt, ohne sich auf die Autorität einer Tradition zu berufen. Neben dem künstlerischen Wirken wurde die wissenschaftl

iche Forschung in das gestalterische Projektstudium mit aufgenommen – Theorie und Praxis stehen seitdem in einer neuen Konstellation zueinander. Heute kann niemand, gerade auf den Ereignissen der vergangenen zwei Jahrzehnte basierend, prognostizieren, wohin Kunst und Design sich in Zukunft entwickeln werden. Doch weder eine bloße Fortschreibung der Vergangenheit, noch identitätspolitische Bestandssicherung in Lehr- und Forschungsfeldern, können eine Option sein. Referenzbruch der Digitalkultur: Wirklichkeit und Wertigkeit überlagern sich – wir leben nicht in einer Verlängerung der Moderne, Identitätskultur ist von gestern, keine Frage nach Ursprüngen, aber historische Vergewisserung. Wir müssen heute fragen: Wo wollen wir hin und wie kommen wir weiter?

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