Corporate Communication & Identity - HSRM

Corporate Communication & Identity - HSRM Das CCI analysiert die Qualität des Corporate Reporting in einem wissenschaftlich Verfahren.

Das CCI-Institut gratuliert Reto U. Schneider, stellvertretender Chefredaktor NZZ Folio, zum Deutschen Journalistenpreis...
09/10/2024

Das CCI-Institut gratuliert Reto U. Schneider, stellvertretender Chefredaktor NZZ Folio, zum Deutschen Journalistenpreis 2024 in der Kategorie «Innovation & Nachhaltigkeit» für seinen Artikel «Schmutzige Geheimnisse», erschienen am 6. November 2023. Reto U. Schneider wurde am selben Abend mit dem hohen Preis ausgezeichnet, an dem er im CCIR-Forum in Frankfurter Opernturm seine inspirierende und engagierte Keynote zum Thema "Ich streite nicht, ich erkläre nur, warum ich Recht habe - Über die dubiose Herkunft unserer Meinungen" hielt. Der Deutsche Journalistenpreis in der Kategorie "Innovation & Nachhaltigkeit" (djp) wurde am 26. September 2024 zum 18. Mal verliehen. Seit 2007 zeichnet er herausragende redaktionelle Beiträge in deutschsprachigen Print- und Onlinemedien zu Wirtschafts- und Finanzthemen aus. Herausgeber, Chefredakteure und Ressortleiter führender Medien sowie meinungsbildende Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft wählen als Juroren die Preisträger aus. Der Deutsche Journalistenpreis und sein Club werden unterstützt von den Partnern BMW, Commerzbank, EnBW, Fraport, Huawei, HypoVereinsbank, Randstad, RWE, Siemens und Signal Iduna. 503 Beiträge aus 98 Medien, recherchiert und geschrieben von 453 Journalistinnen und Journalisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, nahmen 2024 am Wettbewerb teil. Wir wünschen Herrn Schneider weiterhin viel Erfolg und gutes Gelingen bei der Erforschung von Geheimnissen, die manchmal durchaus "schmutzig" sein können, aber für die Leserschaft und die Gesellschaft erkenntnisreich und buchstäblich bewegend sind. Weiter so!

Rückblick auf das CCIR-Forum „What for? Redefine the Focus“ in FrankfurtWir blicken zurück auf zwei inspirierende Tage i...
29/09/2024

Rückblick auf das CCIR-Forum „What for? Redefine the Focus“ in Frankfurt

Wir blicken zurück auf zwei inspirierende Tage im 38. Stock des Frankfurter OpernTurms. Der Panoramablick auf die Skyline Frankfurts bot den perfekten Rahmen, um tiefgehende Diskussionen über moderne Unternehmenskommunikation, Nachhaltigkeit und regulatorische Herausforderungen zu führen.

Reflektion und Vernetzung:
Wir möchten Sie einladen, die während des Forums verarbeiteten Themen und gewonnenen Erkenntnisse zu reflektieren, zu teilen und zu kommentieren. Haben Sie den inspirierenden Ausblick ebenso genossen und können Sie die optischen Eindrücke gut verarbeiten?

Wir hoffen, dass Sie alle eine angenehme Rückreise hatten und wünschen Ihnen ein schönes Restwochenende.

Bleiben Sie im Austausch:
Hinterlassen Sie uns gerne Ihre Gedanken und bleiben Sie mit uns vernetzt. Wir freuen uns darauf, die Diskussionen fortzusetzen und gemeinsam die Zukunft der Unternehmensberichterstattung zu gestalten.



Besonderer Dank an: e.onN, adidas, BMW Group, BASF, Merck Group, AG, Porsche, Materials Deutschland, Reinsclassen Agentur für Sprache, , SAP, Reto U. Schneider (NZZ Neue Zürcher Zeitung), Hochschule RheinMain, FH St. Pölten - University of Applied Sciences, Westfälische Hochschule

Schlussbericht des diesjährigen CCIR-Forums „What for? Redefine the Focus“ in Frankfurt am MainIm 38. Stock des Frankfur...
27/09/2024

Schlussbericht des diesjährigen CCIR-Forums „What for? Redefine the Focus“ in Frankfurt am Main

Im 38. Stock des Frankfurter OpernTurms, hoch über den Dächern Frankfurts, bot sich den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des diesjährigen CCIR-Forums ein atemberaubender Panoramablick. Doch der Weitblick, der sich hier bot, war nicht nur landschaftlicher Natur. Vielmehr galt es, während der eineinhalb Tage intensiven Austauschs auch den Blick für das Tagungsthema „What for? Redefine the Fokus“ zu weiten.

Die Tagung war geprägt von einer intensiven Auseinandersetzung mit den drängenden Fragen moderner Unternehmenskommunikation, insbesondere im Kontext von Nachhaltigkeit und steigenden regulatorischen Anforderungen. In intensiven Diskussionen gelang es den Teilnehmenden, Antworten auf die Leitfrage der Veranstaltung zu finden. Kritische Reflexionen und strategische Überlegungen prägten die Vorträge und Panels und setzten klare Akzente für die Zukunft.
Der Eröffnungsvortrag von Reto U. Schneider über Meinungsbildung und die Herausforderungen von Kontroversen lieferte den perfekten Einstieg. Schneider setzte den thematischen Rahmen, der sich wie ein roter Faden durch die gesamte Veranstaltung zog: Wie kann Kommunikation in Zeiten von Unsicherheit und zunehmender Regulierung kreativ und wirksam bleiben?

Block 1 - Design und Kommunikation:
In diesem Panel wurde die Frage diskutiert, wie Unternehmen ihre Nachhaltigkeitskommunikation gestalten können, um sowohl kreativen Ansprüchen als auch strengen regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden. Die Beiträge von Tobias Kollmann, Marlene Wolf und Christian Daul machten deutlich, dass Unternehmensberichte heute mehr denn je als Brücke zwischen Daten und Menschen fungieren müssen. Der Austausch unterstrich, dass Kreativität und Innovation nicht verloren gehen dürfen, wenn die Zahl der zu berichtenden Kennzahlen steigt.

Block 2 - Nachhaltigkeit und Berichterstattung:
Das zweite Panel widmete sich der Berichterstattung als strategisches Instrument. Prof. Dr. Tatjana Oberdörster und Prof. Dr. Christian Fink erläuterten, wie Wesentlichkeitsanalysen zur strategischen Wertschöpfung genutzt werden können. Jens Reissmann von Bayer und Matthias Mühlen von der VfL Bochum 1848 gaben praxisnahe Einblicke in die Umsetzung der CSRD und verdeutlichten, dass Nachhaltigkeitsberichterstattung nicht nur regulatorische Notwendigkeit ist, sondern auch Katalysator für strategische Transformation sein kann.

Block 3 - Trendforschung und Innovation:
Der dritte Block, moderiert von Anna Kremer, stellte die Frage, ob Künstliche Intelligenz (KI) ein „Hype oder eine Chance“ für die Berichterstattung sei. Die Vorträge von Claire Bodanis, Prof. Dr. Christopher Sessar und FH-Prof. Mag. Monika Kovarova-Simecek zeigten, dass KI in der Lage ist, die Berichterstattung grundlegend zu verändern. Die Referenten diskutierten, wie KI sinnvoll eingesetzt werden kann, um das Berichtswesen effizienter und gleichzeitig strategisch relevanter zu gestalten.
In seinem Schlusswort griff Professor Jörg Waldschutz die strategische Bedeutung der Nachhaltigkeitskommunikation auf und wies auf die kommenden Herausforderungen, insbesondere mit der Umsetzung der CSRD-Richtlinie, hin. Mit einem optimistischen Blick in die Zukunft wünschte er allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Erfolg und regte dazu an, die Diskussionen und den Austausch in Social Media von CCI und CCR - LinkedIn, Instagram und Facebook - fortzusetzen. Persönliche Begegnungen bei zukünftigen Veranstaltungen werden sicherlich auch weiterhin eine wichtige Rolle spielen.
Marcel Reich-Ranicki, der das Feuilleton der FAZ.NET - Frankfurter Allgemeine Zeitung prägte, schloss oft mit einem Zitat von Bertolt Brecht: „Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen den Vorhang zu und alle Fragen offen“ seine Kultfernsehsendung "Das literarische Quartett". Dieses Zitat aus Brechts Drama „Der gute Mensch von Sezuan“ wurde auch hier aufgegriffen, allerdings mit einer positiven Wendung. Beim CCIR-Forum 2024 blieben die Fragen - zumindest die Leitfrage "What for?" - nicht offen, sondern wurden in drei Panels fundiert und kritisch beantwortet - ein Zeichen dafür, dass strategischer Weitblick und intensive Diskussionen die Weichen für die Zukunft der Nachhaltigkeitsberichterstattung erfolgreich gestellt haben.

Ausblick für 2025:
Das CCIR-Forum 2025 wird hoffentlich wieder hoch über den Dächern Frankfurts stattfinden und zum Nachdenken über die Weiterentwicklung der Unternehmenskommunikation einladen. Die drängenden Fragen rund um die CSRD und deren Umsetzung werden auch im kommenden Jahr die Diskussion prägen. Es bleibt spannend, wie sich Berichterstattung und Nachhaltigkeitskommunikation weiterentwickeln werden.

Bericht über das dritte Panel des CCIR-Forums „What for? Den Fokus neu definieren“ - Block 3: Trendforschung und Innovat...
27/09/2024

Bericht über das dritte Panel des CCIR-Forums „What for? Den Fokus neu definieren“ - Block 3: Trendforschung und Innovation

Das dritte Panel des CCIR-Forums unter dem Titel „Die Zukunft der Berichterstattung - KI: Hype oder Chance?“ widmete sich der Rolle von Künstlicher Intelligenz (KI) in der modernen Berichterstattung und der Unternehmenskommunikation. Im Fokus standen die Potenziale und Herausforderungen, die KI für die Unternehmensberichterstattung, das Finanzwesen und die Investor Relations bietet. Die Beiträge beleuchteten die jüngsten Entwicklungen und Innovationen im Bereich KI und warfen einen Blick in die Zukunft der Berichterstattung, insbesondere in Großbritannien oder beispielsweise bei Unternehmen wie SAP.
Den Auftakt des Panels machte Claire Bodanis von Falcon Windsor mit einem Online-Impulsvortrag, der den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Reporting beleuchtete. Bodanis präsentierte die Ergebnisse ihres laufenden Forschungsprojekts, das die Ansichten von 25% der FTSE-Unternehmen und großen britischen Investoren zum Einsatz von KI in der Berichterstattung untersucht. Ihr Ziel ist es, praktische Empfehlungen für Unternehmen und Regulierungsbehörden zu entwickeln, wie KI-Tools verantwortungsvoll und sinnvoll eingesetzt werden können.
Claire Bodanis betonte, dass KI ein „Game-Changer“ in der Berichterstattung sein kann, wenn sie durchdacht eingesetzt wird. Sie verwies auf die Chancen, die der Einsatz von KI zur Effizienzsteigerung und Automatisierung im Reporting bietet, aber auch auf die Notwendigkeit, ethische Richtlinien und regulatorische Rahmenbedingungen zu schaffen, um die Technologie sicher und nachhaltig einzusetzen. Die Ergebnisse der Studie werden im Herbst veröffentlicht. Bodanis gab den Teilnehmenden vorab einen ersten Einblick in die wichtigsten Erkenntnisse und zeigte auf, wie Unternehmen in Großbritannien bereits KI-basierte Tools in ihre Berichterstattung integrieren.
Im Anschluss sprach Prof. Dr. Christopher Sessar von SAP über die Chancen und Potenziale von KI im Finanzbereich. Er stellte konkrete Beispiele für den Einsatz von KI bei SAP vor und erläuterte, welche Initiativen im Unternehmen gut funktioniert haben und welche weniger erfolgreich waren. Sessar betonte, dass der Einsatz von KI nicht nur kurzfristige Effizienzgewinne verspricht, sondern auch langfristige Veränderungen in der Finanzberichterstattung und -kommunikation mit sich bringt.
Er hob besonders hervor, dass SAP bereits heute damit beginnt, KI-basierte Prozesse zu entwickeln, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Sessar betonte die kontinuierliche Anpassung der Technologie an sich ändernde Anforderungen und die Rolle des strategischen Wissensmanagements. Er schilderte, dass die Integration von KI in Finanzprozesse nicht nur technologische, sondern auch organisatorische Veränderungen erfordert.
Den Abschluss der Impulsvorträge bildete FH-Prof. Mag. Monika Kovarova-Simecek von der FH St. Pölten, die über den Einsatz von KI in Investor Relations (IR) sprach. In ihrem Vortrag stellte sie die Frage, ob KI in diesem Bereich als Game-Changer" oder als Herausforderung für die traditionelle Finanzkommunikation gesehen werden sollte. Kovarova-Simecek zeigte auf, dass KI bereits heute eine entscheidende Rolle in der IR spielt, insbesondere durch den Einsatz von Algorithmen zur Analyse von Finanzdaten und zur Automatisierung von Kommunikationsprozessen.

Sie betonte aber auch, dass der Erfolg von KI in der IR stark vom Wissensaufbau in den Unternehmen und der strategischen Weiterbildung der Mitarbeiter abhänge. KI-Tools allein reichten nicht aus - entscheidend sei, dass Unternehmen über das notwendige Know-how verfügen, um diese Technologien effizient und verantwortungsvoll einzusetzen. Kovarova-Simecek nannte konkrete Anwendungsfelder und Beispiele, wie Unternehmen von der Implementierung von KI in der IR profitieren können und machte deutlich, dass KI vor allem dann einen Mehrwert bietet, wenn sie als integraler Bestandteil einer ganzheitlichen Kommunikationsstrategie eingesetzt wird.

In der anschließenden Podiumsdiskussion, moderiert von Anna Kremer (CCR), diskutierten Prof. Dr. Christopher Sessar und FH-Prof. Mag. Monika Kovarova-Simecek über die Implikationen von KI im Bereich Reporting und Finanzkommunikation. Beide waren sich einig, dass KI ein enormes Potenzial hat, die Effizienz und Genauigkeit der Berichterstattung zu steigern. Sie betonten jedoch auch, dass Unternehmen sich aktiv mit den ethischen und organisatorischen Herausforderungen auseinandersetzen müssen, die der Einsatz dieser Technologie mit sich bringt.
Sessar betonte die Notwendigkeit einer verantwortungsvollen Implementierung von KI-Systemen, die nicht nur auf kurzfristige Gewinne abzielt, sondern langfristige, nachhaltige Lösungen bietet. Kovarova-Simecek betonte die Bedeutung von Weiterbildung und Wissenstransfer innerhalb von Unternehmen, um sicherzustellen, dass KI nicht nur ein technisches Werkzeug bleibt, sondern strategisch in die Unternehmensprozesse eingebettet wird.

Fazit:
Das dritte Panel des CCIR Forums bot spannende Einblicke in die Zukunft des Reportings und zeigte, dass KI zweifellos eine transformative Kraft für Reporting, Finance und Investor Relations darstellt. Die Diskussion machte aber auch deutlich, dass der Erfolg des Einsatzes von KI stark von der Fähigkeit der Unternehmen abhängt, diese Technologien verantwortungsvoll einzusetzen und strategisch in ihre Kommunikationsprozesse zu integrieren. Während KI enorme Chancen bietet, bleibt die Herausforderung bestehen, ethische und regulatorische Rahmenbedingungen zu schaffen, die einen langfristigen und nachhaltigen Einsatz dieser Technologie gewährleisten.

Das zweite Panel des CCIR-Forums mit dem Titel „Nachhaltigkeit und Reporting“ konzentrierte sich auf die Rolle des Repor...
27/09/2024

Das zweite Panel des CCIR-Forums mit dem Titel „Nachhaltigkeit und Reporting“ konzentrierte sich auf die Rolle des Reportings als Transformationskatalysator und stellte dabei die Wesentlichkeitsanalyse in den Mittelpunkt. Unter dem Motto „Reporting als Transformationskatalysator - von der Wesentlichkeitsanalyse zur strategischen Wertgenerierung“ wurde der Zusammenhang zwischen einer präzisen Berichterstattung und der strategischen Ausrichtung von Unternehmen intensiv beleuchtet. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Nachhaltigkeitsberichterstattung nicht nur zur Erfüllung regulatorischer Anforderungen, sondern zur tatsächlichen Wertschöpfung beitragen kann, indem sie Transparenz fördert und Unternehmen bei der Erreichung ihrer strategischen Ziele unterstützt.

Den Auftakt bildete ein gemeinsamer Impulsvortrag von Prof. Dr. Tatjana Oberdörster (Westfälische Hochschule) und Prof. Dr. Christian Fink (Hochschule RheinMain, CCI). Sie stellten die Ergebnisse ihrer Analyse der Berichterstattung der DAX 40 Unternehmen anhand der Wesentlichkeitsanalyse vor. Ihr „CSRD Readiness Check“ zeigte, dass viele Unternehmen zwar auf einem guten Weg sind, aber insbesondere bei der Umsetzung der umfangreichen Anforderungen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) noch vor Herausforderungen stehen. Ein Schwerpunkt ihres Vortrags war die Bedeutung der Materialitätsanalyse als Grundlage für die strategische Ausrichtung von Unternehmen im Bereich Nachhaltigkeit. Dabei zeigten sie auf, dass diese Analyse nicht nur der Identifikation relevanter Themen dient, sondern auch die strategische Transformation eines Unternehmens maßgeblich beeinflussen kann.

Oberdörster und Fink betonten zudem die Rolle der Europäischen Rechnungslegungsvorschriften-Arbeitsgruppe (ERFAG), die wichtige Empfehlungen zur Umsetzung der CSRD-Richtlinie gibt und Unternehmen dabei unterstützt, ihre Nachhaltigkeitsberichterstattung weiter zu optimieren.

Jens Reissmann von Bayer stellte im zweiten Impulsvortrag die Frage in den Mittelpunkt, wie Unternehmen CSRD nicht nur als Compliance-Aufgabe, sondern als echten Wertschöpfungsfaktor begreifen können. Er berichtete aus der Praxis bei Bayer und zeigte auf, dass die Umsetzung der CSRD als Chance gesehen werden kann, eine Balance zwischen regulatorischen Anforderungen und strategischen Zielen zu schaffen. Reissmann erläuterte, wie das Unternehmen diese regulatorische Anforderung nicht nur als Pflicht, sondern auch als Chance zur Weiterentwicklung des Geschäftsmodells nutzt, um langfristig Mehrwert für das Unternehmen und seine Stakeholder zu generieren.

Besonders betonte Reissmann, dass eine effektive Umsetzung der CSRD über die reine Datensammlung hinausgeht. Sie muss in die strategischen Prozesse integriert werden, um eine tiefgreifende und nachhaltige Transformation zu ermöglichen. Die Verbindung von Compliance und strategischer Wertschöpfung steht im Mittelpunkt der Bemühungen von Bayer.

Matthias Mühlen vom VfL Bochum 1848 brachte im dritten Impulsvortrag eine neue Perspektive in das Thema Nachhaltigkeitsberichterstattung ein, indem er die Umsetzung der CSRD in einem Fußballverein vorstellte. Im Mittelpunkt seines Vortrags stand die „CSRD-Probesaison“ des VFL Bochum, in der der Verein erste Schritte unternommen hat, um seine Nachhaltigkeitsberichte nach den neuen Richtlinien zu gestalten. Besonders interessant war dabei die Einbindung der Stakeholdergruppe der Fans in den Prozess, was eine neue Perspektive auf die Rolle von Nachhaltigkeit im Sport eröffnete.

Mühlen zeigte auf, wie der VFL Bochum Nachhaltigkeitsziele mit seiner langfristigen Strategie verknüpft, um sowohl ökonomische als auch ökologische und soziale Nachhaltigkeit zu fördern. Dabei betonte er die Rolle der Berichterstattung als strategisches Transformationsinstrument, das dem Verein hilft, sich als verantwortungsbewusster und zukunftsorientierter Verein zu positionieren.

In der abschließenden Podiumsdiskussion diskutierten Prof. Dr. Tatjana Oberdörster, Prof. Dr. Christian Fink, Jens Reissmann und Matthias Mühlen gemeinsam, wie die Wesentlichkeitsanalyse als Transformationsinstrument genutzt werden kann. Sie waren sich einig, dass die Berichterstattung weit mehr als nur eine regulatorische Anforderung ist und Unternehmen tatsächlich dabei helfen kann, sich strategisch neu auszurichten und nachhaltiger zu wirtschaften.

Reissmann betonte, dass die CSRD eine neue Ära des Reportings einläutet, in der es nicht nur darum geht, gesetzliche Anforderungen zu erfüllen, sondern Berichte zu erstellen, die Mehrwert schaffen und den Stakeholdern echte Orientierung bieten. Mühlen betonte, dass im Sport, ähnlich wie in der Wirtschaft, die Berichterstattung als strategisches Instrument genutzt werden kann, um Nachhaltigkeit nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Realität zu fördern.

Fazit:
Das zweite Panel des CCIR-Forums hat eindrucksvoll gezeigt, dass die Wesentlichkeitsanalyse ein zentrales Element der Nachhaltigkeitsberichterstattung ist. Unternehmen und Organisationen, die diese Analyse effektiv nutzen, können nicht nur regulatorische Anforderungen erfüllen, sondern auch strategischen Wert schaffen. Die Beiträge machten deutlich, dass CSRD bei richtiger Umsetzung als Transformationskatalysator wirken kann - und dass Transparenz und strategische Ausrichtung Hand in Hand gehen müssen, um langfristig erfolgreich zu sein.

Das CCIR-Forum startete mit einem thematisch hoch relevanten Panel, das sich mit der Zukunft der Nachhaltigkeitskommunik...
27/09/2024

Das CCIR-Forum startete mit einem thematisch hoch relevanten Panel, das sich mit der Zukunft der Nachhaltigkeitskommunikation im Spannungsfeld zwischen Kreativität und steigenden regulatorischen Anforderungen beschäftigte. Unter dem Titel „Effektive und kreative (Nachhaltigkeits-)Kommunikation in Zeiten steigender regulatorischer Anforderungen“ wurde in Block 1 ein kritischer Blick auf die Herausforderungen geworfen, denen sich Unternehmen in der heutigen Kommunikationslandschaft stellen müssen. Im Fokus standen dabei insbesondere die steigenden Anforderungen durch die CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive), die Unternehmen dazu zwingt, ihre Berichterstattung stärker zu strukturieren und mit präzisen Daten zu unterlegen. Die zentrale Frage, die sich durch die Vorträge zog, lautete: Wie kann man in einem von Regulierung geprägten Umfeld kreativ bleiben und effektive, ansprechende Berichte erstellen, die sowohl den gesetzlichen Anforderungen entsprechen als auch bei den Stakeholdern Anklang finden?

Impulsvortrag von Tobias Kollmann - Kommunikation als Brücke zwischen Regulierung und Mensch
Den Auftakt machte Tobias Kollmann von der Agentur Coool mit einem Impulsvortrag, der die Bedeutung einer klaren und effektiven Unternehmenskommunikation in Zeiten steigender regulatorischer Anforderungen hervorhob. Kollmann stellte die provokante Frage, ob der Geschäftsbericht der Zukunft noch von Menschen gelesen wird oder ob Algorithmen diese Aufgabe bald übernehmen werden. Im Zentrum seiner Ausführungen stand die These, dass Unternehmen eine Brücke zwischen den auf KPIs und Daten fokussierten regulatorischen Anforderungen und der Kommunikation mit ihren Stakeholdern schlagen müssen. Dabei betonte er, dass das Potenzial kreativer Nachhaltigkeitskommunikation vor allem in der Fähigkeit liege, emotionale Bindungen zu schaffen und Sachthemen so zu präsentieren, dass sie zur Differenzierung des Unternehmens im Markt beitragen. Kollmann forderte die Teilnehmer auf, in ihrer Berichterstattung nicht nur auf Zahlen zu setzen, sondern mit narrativen Strategien und innovativem Design zu arbeiten, um eine ansprechende und nachhaltige Wirkung zu erzielen.

Impulsvortrag von Marlene Wolf - Der integrierte Bericht in Zeiten von CSRD
Marlene Wolf von BASF folgte mit einem Praxisbericht aus dem aktuellen CSRD-Implementierungsprojekt in ihrem Unternehmen. Sie erläuterte, wie die komplexen regulatorischen Anforderungen organisatorisch umgesetzt wurden und welche Hürden BASF dabei zu überwinden hatte. Ein zentrales Thema ihres Vortrags war die Frage, ob und wie es gelingen kann, die Brücke zwischen einer datengetriebenen Berichterstattung und einer leserfreundlichen und verständlichen Kommunikation zu schlagen. Wolf betonte die Notwendigkeit einer integrierten Berichterstattung, die sowohl den regulatorischen Anforderungen entspricht als auch das Interesse der Leser weckt. Sie sprach auch über die internen Herausforderungen bei der Umsetzung solcher Berichte und betonte die Wichtigkeit einer klaren internen Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Abteilungen.

Podiumsdiskussion: Brückenschlag zwischen Datenflut und kreativer Kommunikation
In der abschließenden Podiumsdiskussion, moderiert von Prof. Dr. Dr. Alexander Moutchnik von der Hochschule RheinMain, diskutierten Tobias Kollmann, Marlene Wolf und Christian Daul von der Reinsclassen Agentur für Sprache (REINSCLASSEN GmbH & Co. KG) zusammen, um über die Zukunft der Nachhaltigkeitskommunikation zu diskutieren. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Unternehmen in einer von Regulierung geprägten Welt kreativ bleiben und ihre Stakeholder erfolgreich ansprechen können. Ein besonderer Fokus lag dabei auf der jungen Generation, die zunehmend Wert auf eine transparente und authentische Nachhaltigkeitsberichterstattung legt.

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass Unternehmen ihre Berichterstattung überdenken müssen, um sowohl den wachsenden regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden als auch die emotionale und narrative Kraft der Kommunikation zu nutzen. Tobias Kollmann betonte, dass die Gestaltung eines Berichts eine Schlüsselrolle spielt, wenn es darum geht, komplexe Informationen klar und ansprechend zu vermitteln. Marlene Wolf bestätigte diese Sichtweise und betonte, dass es entscheidend sei, Berichte so zu gestalten, dass sie nicht nur „den Vorschriften entsprechen“, sondern von den Zielgruppen auch tatsächlich gelesen und verstanden werden.

Die Diskussion zeigte eindrucksvoll, dass Kreativität und Regulatorik keine Gegensätze sind, sondern sich ergänzen können, wenn Unternehmen bereit sind, in ihrer Kommunikationsstrategie neue Wege zu gehen.

Fazit
Das erste Panel des CCIR-Forums bot spannende Einblicke in die Zukunft der Unternehmenskommunikation. Es wurde deutlich, dass in Zeiten von CSRD und anderen regulatorischen Anforderungen eine Balance zwischen datengetriebener Berichterstattung und kreativer, emotional ansprechender Kommunikation gefunden werden muss. Dies ist nicht nur notwendig, um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen, sondern auch, um bei den Stakeholdern - insbesondere bei der jüngeren Generation - Gehör zu finden.

Professor Jörg Waldschütz, wissenschaftlicher Leiter des CCI-Instituts und Professor an der Hochschule RheinMain, stellt...
26/09/2024

Professor Jörg Waldschütz, wissenschaftlicher Leiter des CCI-Instituts und Professor an der Hochschule RheinMain, stellte die Ergebnisse der diesjährigen Analyse der Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichterstattung vor. Im Fokus stand dabei die Darstellung der nichtfinanziellen ESG-Aspekte, die ein umfassendes Bild des Unternehmens zeichnen.
Wir gratulieren den Gewinnern des Wettbewerbs „Die beste Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichtserstattung 2024“!

Top 5 Online-Berichte:
E.ON-Konzern (e.on)
adidas Gruppe (adidas)
BMW Group (BMW Group)
BASF (BASF)
Merck (Merck Group)

Top 5 PDF-Berichte:
Symrise (Symrise AG)
Porsche AG (Porsche)
BMW Group (BMW Group)
Heidelberg Materials
adidas Gruppe (adidas)

In Zeiten steigender regulatorischer Anforderungen wie der CSRD-Richtlinie ist es entscheidend, nachhaltige Kommunikation kreativ und effektiv zu gestalten. Durch Transparenz und innovative Gestaltung können Unternehmen ihre Stakeholder erfolgreich ansprechen und aktivieren.
Unser besonderer Dank gilt den Referenten:
Matthias Köhler und Isabel Straus von adidas für ihre inspirierende Präsentation des Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichts.

Tanja Nagel von Heidelberg Materials für ihre wertvollen Einblicke in den Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht.
Mit Fokus auf die Darstellung nichtfinanzieller Aspekte wurden Best Practices vorgestellt und ein Überblick darüber gegeben, welche DAX40-Unternehmen eine hohe kommunikative und gestalterische Qualität in ihrer Berichterstattung aufweisen.
Die weitere Diskussion über die Zukunft der Nachhaltigkeitsberichterstattung verspricht spannende Einblicke und Entwicklungen.

Am ersten Tag des CCIR-Forums im Frankfurter OpernTurm hielt der vielfach ausgezeichnete Wissenschaftsjournalist Reto U....
26/09/2024

Am ersten Tag des CCIR-Forums im Frankfurter OpernTurm hielt der vielfach ausgezeichnete Wissenschaftsjournalist Reto U. Schneider, stellvertretender Redaktionsleiter des "NZZ Folio" der NZZ Neue Zürcher Zeitung, einen beeindruckenden und tiefgründigen Festvortrag. Der Titel: "Ich streite nicht, ich erkläre nur, warum ich recht habe – Über die dubiose Herkunft unserer Meinungen". Schneider ging in seiner Rede auf zentrale Themen seines neuesten Buches "Die Kunst des klugen Streitgesprächs" ein, das alle Teilnehmenden des Forums - vom Autor signiert - als Geschenk bekamen. In seinem Vortrag zeigte er auf unterhaltsame Weise, wie es sein kann, dass wir Menschen oft in Diskussionen glauben, im Recht zu sein – und dass es auch die andere Seite genauso sieht.
Er zeigte dem Fachpublikum, wie Meinungsverschiedenheiten überhaupt entstehen. Dabei machte er einen klaren Unterschied zwischen Wissen, Glaube und Meinung: Wissen ist eine Meinung, die sich für einen selbst als wahr erweist und die man auch objektiv begründen kann. Glaube ist eine Meinung, die man subjektiv für wahr hält, die sich aber objektiv nicht beweisen lässt. Und Meinung ist eine Ansicht, die weder subjektiv noch objektiv eindeutig bestätigt werden kann. Schneider machte klar, dass in vielen Debatten oft nicht beachtet wird, dass es oft nicht um "Wissensverschiedenheiten", sondern um "Meinungsverschiedenheiten" geht, was oft zu fruchtlosen Diskussionen führt.
Besonders interessant war Schneiders Vortrag über die häufigsten Denk- und Argumentationsfehler, die in Debatten begangen werden. Er zeigte den Zuhörer:innen mit einprägsamen Beispielen, wie man bessere Argumente findet und überzeugender diskutiert.
Der Vortrag von Reto Schneider war nicht nur unterhaltsam und zugleich tiefgründig, sondern auch ein Weckruf, das eigene Denken und die Argumentation in Debatten kritisch zu hinterfragen. Schneiders humorvolle und gleichzeitig scharfsinnige Analyse der menschlichen Neigung zu voreiligen Schlussfolgerungen hat die Teilnehmer dazu angeregt, ihre eigenen Überzeugungen zu überdenken und eine offenere, wissensbasierte Diskussionskultur zu pflegen. In Anlehnung an das Titelbild des Bestsellers von Reto U. Schneider überreichte Prof. Waldschütz dem Festredner als symbolisches Geschenk echte rote Boxhandschuhe. Jörg Waldschütz äußerte die Hoffnung, dass der Autor diese nie benutzen möge, da er der Meinung sei, dass man mit verbalen Argumenten besser zuschlagen könne.

Adresse

Kurt-Schumacher-Ring 18
Wiesbaden
65197

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